Sushi selber machen: Maki mit Lachs und Reis
Sushi selber machen mit gewaschenem Sushireis, Nori, Lachs, Gurke und Avocado – straff gerollt und sauber geschnitten.
Lauwarmer Sushireis hält die Maki zusammen. Gründliches Waschen, schneidendes Unterheben der Essigwürze und ein feuchtes Messer sorgen für glatte Schnittflächen.

Zutaten
Sushireis
Füllung und Rollen
Zum Servieren
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Sushireis kochen und würzen
- 1
Sushi-Reis gründlich waschen
Zutaten für diesen Schritt
Sushi-Reis in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken und mit den Fingern sanft kreisend bewegen, ohne die Körner zu zerdrücken. Das milchige Wasser abgießen und den Vorgang wiederholen, bis das Wasser deutlich klarer bleibt. Danach den Reis in einem Sieb abtropfen lassen, damit die Oberfläche nicht zu nass in den Topf kommt.
Notiz
Zu wenig gewaschener Reis wird schnell kleisterig. Ganz klares Wasser ist nicht nötig, stark trüb sollte es am Ende aber nicht mehr sein.
- 2
Reis mit geschlossenem Deckel garen
Zutaten für diesen Schritt
Den abgetropften Sushi-Reis mit dem abgemessenen Wasser in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Sobald es kräftig blubbert, die Hitze sehr niedrig stellen und den Reis zugedeckt sanft garen. Danach den Topf vom Herd ziehen und den Reis ruhen lassen, ohne den Deckel anzuheben.
Notiz
Der Deckel bleibt geschlossen, weil der Dampf den Reis fertig gart. Am Ende sollen die Körner weich sein, aber ihre Form behalten.
- 3
Reisessig, Zucker und Salz lösen
Zutaten für diesen Schritt
Reisessig, Zucker und feines Meersalz in einem kleinen Topf nur sanft erwärmen und rühren, bis sich die Kristalle vollständig gelöst haben. Die Mischung soll nicht kochen, denn zu starke Hitze macht das Aroma flach und lässt unnötig Säure verdampfen.
Notiz
Diese Würzmischung heißt Sushi-Zu. Sie darf kräftig schmecken, weil sie später den gesamten Reis ausbalanciert.
- 4
Heißen Reis würzen und luftig abkühlen
Den heißen Sushi-Reis in eine breite Schale geben, die Reisessig-Mischung darüber verteilen und mit einem flachen Löffel schneidend unterheben. Nicht drücken oder stampfen: Die Körner sollen ganz bleiben. Den Reis dabei auflockern und abkühlen lassen, bis er nur noch lauwarm ist und angenehm klebrig glänzt.
Notiz
Zu heißer Reis macht die Nori-Blätter weich, zu kalter Reis lässt sich schlechter verteilen. Lauwarm ist der beste Moment zum Rollen.
Abschnitt
Füllung schneiden und Rollen vorbereiten
- 5
Lachs, Gurke und Avocado in Streifen schneiden
Lachsfilet in Sushi-Qualität quer zur Faser in lange, gleichmäßige Streifen schneiden. Die Salatgurke längs halbieren, die wässrigen Kerne entfernen und das feste Fruchtfleisch in schmale Stifte schneiden. Avocadofruchtfleisch ebenfalls länglich schneiden und sehr weiche Stellen aussortieren, damit die Rollen nicht schmieren.
Notiz
Für Anfänger sind kompakte Streifen leichter zu rollen als Würfel. Die Füllung darf nicht tropfnass sein, sonst reißt das Nori schneller.
- 6
Nori dünn mit Reis belegen
Zutaten für diesen Schritt
Ein Nori-Blatt mit der rauen Seite nach oben auf die Arbeitsfläche oder eine Bambusmatte legen. Mit leicht angefeuchteten Händen lauwarmen Sushi-Reis dünn darauf verteilen und am oberen Rand einen schmalen Streifen frei lassen. Der Reis soll die Alge bedecken, aber nicht dick aufgetragen werden.
Notiz
Feuchte Hände verhindern Kleben. Zu viel Reis ist der häufigste Grund, warum Sushi-Rollen zu groß werden und später aufgehen.
- 7
Füllung platzieren und Sesam ergänzen
Zutaten für diesen Schritt
Lachs, Gurke und Avocado als schmale Linie im unteren Bereich des belegten Nori-Blatts verteilen und gerösteten weißen Sesam darüberstreuen. Die Füllung soll dicht beieinanderliegen, aber nicht gestapelt werden. So entsteht beim Rollen ein klarer Kern statt einer losen Mitte.
Notiz
Wer Wasabi direkt in die Rolle geben möchte, streicht nur eine hauchdünne Spur auf den Reis. Für Anfänger ist das Servieren daneben besser dosierbar.
- 8
Maki straff aufrollen und verschließen
Zutaten für diesen Schritt
Das belegte Nori-Blatt von der gefüllten Seite her eng aufrollen und die Füllung beim ersten Umschlagen mit den Fingern leicht zurückhalten. Danach die Rolle mit sanftem Druck formen, nicht quetschen. Den freien Nori-Rand leicht anfeuchten und die Rolle mit der Naht nach unten kurz liegen lassen, bis sie hält.
Notiz
Straff heißt nicht fest zusammendrücken. Zu viel Druck presst Reis und Avocado heraus und macht die Schnittflächen später unsauber.
- 9
Sushi-Rollen sauber schneiden
Die gefüllten Rollen mit einem sehr scharfen, leicht angefeuchteten Messer in mundgerechte Stücke schneiden. Nach jedem Schnitt die Klinge kurz abwischen oder neu anfeuchten, damit Reis und Nori nicht daran kleben. Die Schnittflächen sollen glatt wirken und die Füllung sichtbar in der Mitte sitzen.
Notiz
Nicht sägen und nicht drücken: Ein langer, ruhiger Schnitt ergibt deutlich schönere Maki als viele kleine Bewegungen.
Abschnitt
Anrichten und servieren
- 10
Mit Sojasauce, Ingwer und Wasabi servieren
Zutaten für diesen Schritt
Die geschnittenen Maki auf einer Platte anrichten und japanische Sojasauce, eingelegten Sushi-Ingwer und Wasabi-Paste getrennt dazu reichen. Die Stücke nur mit der Schnittkante oder der Fischseite leicht in die Sojasauce tippen, damit der Reis nicht zerfällt und nicht zu salzig wird.
Notiz
Ingwer wird zwischen verschiedenen Stücken gegessen, nicht als Belag auf jedes Sushi gelegt. So bleibt der Geschmack der Füllung klarer.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
870 kcal
pro Portion
3479.9 kcal
gesamt aktuell (4 Portionen)
Kohlenhydrate
114.6 g
pro Portion
458.3 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Protein
35.3 g
pro Portion
141.3 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Fett
27.6 g
pro Portion
110.4 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Ballaststoffe
9.93 g
pro Portion
39.7 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Zucker
10.8 g
pro Portion
43.1 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Salz
4.95 g
pro Portion
19.8 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Anmerkung
Ergibt etwa fünf Maki-Rollen beziehungsweise rund dreißig Stücke und reicht als Sushi-Hauptgericht für vier Erwachsene. Für vegetarische Maki den Lachs durch Karottenstreifen, Omelett oder marinierte Pilze ersetzen. Besonders anfängerfreundlich wird es mit Räucherlachs, gegarten Garnelen oder Surimi statt rohem Fisch. Für eine glutenfreie Variante Tamari statt klassischer Sojasauce verwenden. Roher Fisch sollte ausdrücklich zum Rohverzehr geeignet sein und bis kurz vor dem Schneiden sehr kalt bleiben.
FAQ
Häufige Fragen
Am besten funktioniert japanischer Rundkornreis, der ausdrücklich als Sushi-Reis verkauft wird. Milchreis, Risottoreis oder Langkornreis verhalten sich anders: Sie werden entweder zu weich, zu körnig oder kleben nicht stabil genug für saubere Rollen.
Ja, das ist sogar eine sehr entspannte Variante. Ersetze den rohen Lachs durch Räucherlachs, gegarte Garnelen, Surimi, gebratenen Tofu, Avocado, Gurke oder Omelett. Die Rolltechnik bleibt gleich, nur die Lebensmittelsicherheit wird unkomplizierter.
Die Körner sollen weich und glänzend sein, aber noch einzeln erkennbar bleiben. Breiiger Reis deutet meist auf zu viel Wasser oder zu starkes Rühren hin. Harte Körner entstehen, wenn der Reis zu kurz gedämpft hat oder der Deckel zu früh geöffnet wurde.
Mit rohem Fisch sollte Sushi möglichst frisch gegessen und höchstens kurz gut gekühlt aufbewahrt werden. Vegetarische Maki halten im Kühlschrank etwas länger, verlieren aber an Textur, weil der Reis fest wird und das Nori weich zieht.
Du kannst den Reis einige Stunden vorher kochen, würzen und abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen. Nicht in den Kühlschrank stellen, denn dort wird er hart und bröselig. Rollen solltest du Sushi erst kurz vor dem Servieren.
Meist liegt es an zu viel Reis, zu feuchter Füllung oder einem stumpfen Messer. Verteile den Reis dünn, tupfe Gurke und Fisch trocken, rolle straff ohne zu quetschen und feuchte die Messerklinge vor jedem Schnitt leicht an.
Für ein gutes Sushi-selber-machen-Rezept reichen Sushi-Reis, Reisessig, Zucker, Salz, Nori-Blätter, eine Füllung wie Lachs, Gurke und Avocado sowie Sojasauce. Wasabi, Ingwer und Sesam runden das Ganze ab, sind aber keine Hürde für den Start.
Nori zieht Feuchtigkeit aus Reis und Füllung. Rolle deshalb erst, wenn der Reis nur noch lauwarm ist, verwende keine tropfnasse Gurke und serviere die Maki möglichst frisch. Fertig geschnittenes Sushi sollte nicht lange offen stehen.