Plany Rezeptdruck
Pfannkuchen wie von Oma – dünn, weich und sicher gewendet
Erst eine dickflüssige Mehlbasis rühren, dann Eier, Butter und Milch einarbeiten. Matt werdende Oberfläche und gelöster Rand zeigen den richtigen Moment zum Wenden.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 4 Portionen.
Pfannkuchenteig
- 250 g Weizenmehl Type 405, gesiebt oder mit dem Schneebesen kurz aufgelockert
- 500 ml Vollmilch 3,5 % Fett, zimmerwarm oder leicht angewärmt, dann verbindet sie sich leichter
- 4 Stück Eier Größe M, zimmerwarm
- 100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure, erst nach der Ruhezeit einrühren, für lockerere Pfannkuchen
- 20 g Butter, geschmolzen und lauwarm, macht den Teig geschmeidig
- 15 g Zucker, für eine leicht süße Grundversion; für herzhafte Füllungen weglassen
- 1 Prise feines Salz, hebt den Geschmack und gehört auch in süße Pfannkuchen
Zum Ausbacken
- 25 g Butterschmalz, sparsam verwenden; alternativ hitzestabile Butter-Öl-Mischung
Zubereitung
9 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Teig glatt rühren
Mehlbasis ohne Klümpchen anrühren
Zutaten: 250 g Weizenmehl Type 405 · 200 ml Vollmilch 3,5 % Fett · 15 g Zucker · 1 Prise feines Salz · 300 ml Vollmilch 3,5 % Fett
Weizenmehl Type 405 in eine große Rührschüssel geben und mit feinem Salz sowie Zucker mischen. Zunächst die erste Milchportion zugießen und mit dem Schneebesen von der Mitte aus rühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. Erst wenn keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind, die restliche Vollmilch nach und nach einarbeiten.
Notiz: Nicht alles auf einmal verdünnen: In sehr flüssigem Teig schwimmen kleine Mehlklümpchen gern weg, statt sich aufzulösen.
Eier und Butter einarbeiten
Zutaten: 4 Stück Eier Größe M · 20 g Butter
Eier Größe M einzeln unter den glatten Teig rühren, bis die Masse gleichmäßig gelb und leicht glänzend aussieht. Die geschmolzene, nur noch lauwarme Butter unterziehen. Der Teig soll jetzt fließfähig sein, aber noch etwas Stand haben – ähnlich wie flüssige Sahne, nicht wie Wasser.
Notiz: Heiße Butter kann die Eier stocken lassen. Deshalb kurz abkühlen lassen, bevor sie in den Teig kommt.
Teig ruhen lassen und Konsistenz prüfen
Zutaten: 100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
Die Schüssel abdecken und den Pfannkuchenteig ruhen lassen, damit das Mehl quellen kann. Danach Mineralwasser mit Kohlensäure kurz und vorsichtig einrühren. Der Teig ist richtig, wenn er vom Löffel in einem dünnen Band läuft und sich in der Pfanne von selbst verteilt, ohne sofort löchrig zu werden.
Notiz: Zu dicker Teig ergibt schwere Pfannkuchen; zu dünner Teig reißt leichter. Nach der Ruhezeit lässt sich die Konsistenz verlässlicher beurteilen als direkt nach dem Rühren.
Pfannkuchen goldgelb ausbacken
Pfanne vorheizen und dünn fetten
Zutaten: 5 g Butterschmalz
Eine große Pfanne bei mittlerer bis mittel-hoher Hitze vorheizen. Butterschmalz hineingeben und durch Schwenken dünn verteilen; überschüssiges Fett mit Küchenpapier nur dann abnehmen, wenn kleine Pfützen stehen. Ein breiter Pfannenwender sollte griffbereit liegen. Der erste Klecks Teig sollte leise zischen, aber nicht sofort dunkel werden.
Notiz: Der erste Pfannkuchen ist oft ein Temperaturtest. Wird er fleckig und blass, braucht die Pfanne mehr Zeit; wird er sofort braun, die Hitze reduzieren.
Teig dünn in der Pfanne verteilen
Pfannkuchenteig in die heiße Pfanne geben und die Pfanne sofort kreisend schwenken, bis der Boden dünn bedeckt ist. Der Rand soll nach kurzer Zeit matt werden und sich leicht vom Pfannenrand lösen. Falls der Teig nicht gut verläuft, die Hitze etwas reduzieren und den Teig vor dem nächsten Pfannkuchen gründlich umrühren.
Notiz: Nicht zu viel Teig verwenden: Dicke Pfannkuchen brauchen länger, werden innen kompakt und brechen beim Wenden schneller.
Erste Seite bis zu klaren Garzeichen backen
Den Pfannkuchen auf der ersten Seite backen, bis die Oberfläche nicht mehr nass glänzt, kleine Bläschen sichtbar werden und der Rand goldgelb ist. Mit einem Pfannenwender einmal rundherum lösen. Wenn der Pfannkuchen noch klebt oder Falten wirft, braucht er einige Sekunden länger.
Notiz: Zu frühes Wenden ist der häufigste Grund für Risse. Die Oberseite muss fast gesetzt sein, bevor der Pfannkuchen umgedreht wird.
Wenden und kurz fertig braten
Den gelösten Pfannkuchen mit dem breiten Pfannenwender zügig wenden und die zweite Seite nur noch kurz goldgelb braten. Sie braucht weniger Zeit als die erste Seite. Fertig ist der Pfannkuchen, wenn er weich biegsam bleibt, leichte braune Punkte zeigt und beim Anheben nicht mehr teigig wirkt.
Notiz: Für sehr weiche Pfannkuchen lieber etwas heller backen. Zu lange gebratene Pfannkuchen werden trocken und lassen sich schlechter rollen.
Restlichen Teig ausbacken und warm halten
Zutaten: 20 g Butterschmalz
Mit dem restlichen Pfannkuchenteig genauso weiterarbeiten und die Pfanne zwischendurch nur hauchdünn mit Butterschmalz nachfetten. Fertige Pfannkuchen auf einem Teller stapeln und locker abdecken. So bleiben sie warm und weich, ohne dass die Ränder hart werden.
Notiz: Den Teig vor jedem neuen Pfannkuchen kurz umrühren, weil sich Mehlbestandteile am Schüsselboden absetzen können.
Süß oder herzhaft servieren
Zutaten: 15 g Zucker, für eine leicht süße Grundversion; für herzhafte Füllungen weglassen · 1 Prise feines Salz, hebt den Geschmack und gehört auch in süße Pfannkuchen
Die Pfannkuchen direkt servieren oder aufrollen. Für die süße Variante passen Apfelmus, Zimt-Zucker, Marmelade oder Beeren; herzhaft funktionieren Kräuterquark, Käse, Pilze oder Spinat. Der Grundteig ist mild und schmeckt dadurch klassisch wie bei Oma in beide Richtungen.
Notiz: Für herzhafte Füllungen den Zucker im Teig beim nächsten Mal einfach weglassen; Salzmenge und Technik bleiben gleich.
Rezeptnotiz
Ergibt etwa 8 große Pfannkuchen aus einer beschichteten Pfanne mit etwa 24–26 cm Durchmesser. Für herzhafte Pfannkuchen den Zucker beim nächsten Mal weglassen; die Teigtechnik bleibt gleich. Eine einfache Variante ohne Ei findest du in den FAQ.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum reißen meine Pfannkuchen beim Wenden?
Meist ist der Pfannkuchen noch nicht weit genug gegart oder der Teig ist zu dünn. Warte, bis die Oberfläche matt wird, der Rand sich löst und kleine Bläschen sichtbar sind. Hilft das nicht, rühre etwas Weizenmehl Type 405 in den Teig und lass ihn kurz stehen.
Kann ich den Pfannkuchenteig vorbereiten?
Ja, der Teig kann abgedeckt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank stehen. Vor dem Ausbacken gut umrühren, weil sich Mehl am Boden absetzt. Das Mineralwasser am besten erst kurz vor dem Braten einrühren, damit die Pfannkuchen lockerer werden.
Wie mache ich ein Pfannkuchen Rezept ohne Ei?
Für Pfannkuchen ohne Ei kannst du die Eier durch etwa 160 g Apfelmus oder 2 zerdrückte reife Bananen ersetzen. Der Teig wird etwas weicher und bräunt schneller. Backe die Pfannkuchen etwas kleiner, damit sie beim Wenden stabil bleiben.
Wie bewahre ich übrige Pfannkuchen auf?
Abgekühlte Pfannkuchen stapeln, gut abdecken und im Kühlschrank 2–3 Tage lagern. Zum Aufwärmen kurz in einer beschichteten Pfanne erhitzen oder abgedeckt in der Mikrowelle erwärmen. Zum Einfrieren Backpapier zwischen die Pfannkuchen legen.
Warum wird der erste Pfannkuchen oft nicht schön?
Der erste Pfannkuchen zeigt, ob Pfanne und Fett richtig temperiert sind. Ist er blass, war die Pfanne zu kühl; wird er sofort dunkel, ist sie zu heiß. Danach lässt sich die Hitze gut anpassen, und die nächsten Pfannkuchen gelingen gleichmäßiger.
Kann ich die Pfannkuchen auch herzhaft machen?
Ja, der Grundteig eignet sich sehr gut für herzhafte Pfannkuchen. Lass den Zucker weg und fülle sie zum Beispiel mit Käse, Schinken, Spinat, Pilzen oder Kräuterquark. Wichtig ist, die Pfannkuchen nicht zu dunkel zu braten, damit sie biegsam bleiben.