Chili con Carne mit Rinderhack, Bohnen und gerösteten Gewürzen

Kräftiges Chili con Carne mit sämiger Tomatensauce, gebräuntem Rinderhack und Bohnen: würzig geschmort, gut vorzubereiten und sicher abzuschmecken.

Kräftiges Anbraten, geröstetes Tomatenmark und kurz angeröstete Chili-con-Carne-Gewürze geben Tiefe. Beim leisen Schmoren wird die Tomatensauce sämig, ohne dass das Hack trocken wirkt.

Chili con Carne mit Rinderhack, Bohnen und gerösteten Gewürzen fertig angerichtet
Vorbereitung

25 min

Ruhezeit

10 min

Kochen

1 h 10 min

Zutaten

Basis

Tomaten, Bohnen und Flüssigkeit

Gewürze

Abrunden

Zum Servieren

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Aromabasis aufbauen

  2. 1

    Rinderhack kräftig anbraten

    Zutaten für diesen Schritt

    Rapsöl in einem breiten schweren Topf bei mittelhoher Hitze erhitzen. Rinderhackfleisch hineingeben, erst kurz liegen lassen und dann mit dem Pfannenwender grob zerdrücken. Brate es so lange, bis sichtbare Bräunung am Topfboden entsteht und keine grauen, wässrigen Stellen mehr zu sehen sind.

    Notiz

    Falls viel Flüssigkeit austritt, die Hitze hoch halten und erst weiterarbeiten, wenn sie fast verdampft ist. Zu frühes Rühren macht das Hack eher grau als aromatisch.

  3. 2

    Zwiebeln, Knoblauch und Paprika weich garen

    Zutaten für diesen Schritt

    Gelbe Zwiebeln, Knoblauchzehen und rote Paprikaschote zum gebräunten Hack geben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren garen, bis die Zwiebeln glasig werden, die Paprikawürfel leicht weicher sind und am Topfboden wieder ein trockener, aromatischer Ansatz entsteht.

    Notiz

    Knoblauch darf duften, aber nicht dunkel werden. Wenn der Topfboden zu schnell bräunt, die Hitze etwas reduzieren.

  4. 3

    Tomatenmark und Chili-Gewürze rösten

    Zutaten für diesen Schritt

    Tomatenmark einrühren und mitbraten, bis es dunkler wird und nicht mehr roh riecht. Gemahlenen Kreuzkümmel, edelsüßes Paprikapulver, geräuchertes Paprikapulver, getrockneten Oregano, gemahlenen Koriander, Cayennepfeffer, gemahlenen Zimt, den größeren Teil des feinen Meersalzes und schwarzen Pfeffer zugeben. Unter Rühren rösten, bis die Gewürze deutlich duften.

    Notiz

    Paprikapulver verbrennt schnell. Sobald es aromatisch riecht, direkt mit Flüssigkeit weiterarbeiten und die Mischung nicht trocken stehen lassen.

  5. Abschnitt

    Chili langsam sämig schmoren

  6. 4

    Mit Tomaten und Brühe ablöschen

    Zutaten für diesen Schritt

    Stückige Tomaten aus der Dose und glutenfreie Rinderbrühe in den Topf geben. Den Bratensatz am Boden gründlich lösen, denn darin steckt viel Geschmack. Alles aufkochen lassen, dann die Hitze so weit reduzieren, dass das Chili nur noch sanft köchelt.

    Notiz

    Der Topfboden sollte nach dem Ablöschen sauber sein. Angebrannter Satz würde später bitter schmecken, guter Bratensatz löst sich dagegen leicht.

  7. 5

    Bohnen und Mais einrühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Kidneybohnen und schwarze Bohnen in einem Sieb kalt abspülen und gut abtropfen lassen. Mais ebenfalls abtropfen lassen. Alles in den Topf geben und vorsichtig unterheben, bis Bohnen und Mais vollständig von Sauce umhüllt sind. Kurz auf Temperatur bringen, dann wieder auf leises Schmoren zurückschalten.

    Notiz

    Abgespülte Bohnen machen das Chili klarer im Geschmack. Zu starkes Kochen lässt sie aufplatzen und kann die Sauce mehlig wirken lassen.

  8. 6

    Offen schmoren, bis die Sauce bindet

    Das Chili ohne Deckel bei niedriger bis mittlerer Hitze schmoren lassen, bis die Sauce sichtbar dicker wird und langsam vom Löffel läuft. Zwischendurch am Topfboden entlang umrühren. Es soll gleichmäßig blubbern, aber nicht spritzend kochen.

    Notiz

    Wenn das Chili zu stark eindickt, einen kleinen Schuss heißes Wasser zugeben. Bleibt es zu flüssig, einige Minuten länger offen köcheln lassen.

  9. 7

    Mit Kakao und Zucker abrunden

    Zutaten für diesen Schritt

    Backkakao und Brauner Zucker einrühren und das Chili weiter sanft schmoren lassen, bis die dunkle Note eingebunden ist und keine rohe Kakaobitterkeit hervorsticht. Die Sauce sollte würzig, tomatig, leicht rauchig und nicht spitz sauer schmecken.

    Notiz

    Kakao soll nicht nach Schokolade schmecken, sondern Tiefe geben. Darum nur die kleine Rezeptmenge verwenden und gut einrühren.

  10. Abschnitt

    Abschmecken und servieren

  11. 8

    Mit Limette und restlichem Salz fein abschmecken

    Zutaten für diesen Schritt

    Bio-Limette halbieren und den Saft direkt über dem Topf auspressen. Gründlich einrühren und probieren; die Sauce soll frischer und runder schmecken, aber nicht deutlich von Limette dominiert werden. Mit feinem Meersalz abschmecken.

    Notiz

    Säure immer am Ende dosieren. Beim langen Kochen würde sie stumpf wirken und die Balance schwerer steuerbar machen.

  12. 9

    Ruhen lassen und mit Koriander servieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Topf vom Herd ziehen und das Chili kurz ruhen lassen, damit sich Fett, Sauce und Gewürze verbinden. Anschließend mit frischem Koriander bestreuen und nach Wunsch mit Saurer Sahne servieren. Dazu passen Reis, Tortillachips oder warmes Brot.

    Notiz

    Sauerrahm erst auf dem Teller zugeben, damit der kühle Kontrast zur Schärfe erhalten bleibt und nicht in der heißen Sauce gerinnt.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

621.7 kcal

pro Portion

2486.8 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

40.8 g

pro Portion

163.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

35.7 g

pro Portion

142.7 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

35.5 g

pro Portion

142.2 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

12.9 g

pro Portion

51.5 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

11.1 g

pro Portion

44.5 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

3.27 g

pro Portion

13.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Chili con Carne ist fachlich kein original mexikanisches Rezept, sondern vor allem Tex-Mex- und US-amerikanisch geprägt. Diese alltagstaugliche Hauptversion arbeitet mit Rinderhack, Bohnen, Mais und Tomaten. Für eine texanischere Variante Bohnen und Mais weglassen, grob gewürfeltes Rindfleisch verwenden und länger in einer kräftigen Chilibasis schmoren.

FAQ

Häufige Fragen

Die wichtigste Basis sind Kreuzkümmel, Paprikapulver, Oregano und Chili beziehungsweise Cayennepfeffer. Geräuchertes Paprikapulver bringt Tiefe, gemahlener Koriander rundet ab. Eine kleine Prise Zimt und ungesüßter Kakao wirken nicht süß, sondern machen die Tomatensauce dunkler und voller.

Nein, Chili con Carne gilt nicht als original mexikanisches Rezept, sondern ist vor allem Tex-Mex- und US-amerikanisch geprägt. Ein texanisches Chili enthält häufig keine Bohnen und keine Tomatenstücke, sondern Fleisch und Chilipaste. Diese Version ist die in Deutschland beliebte Hauptversion mit Hackfleisch, Bohnen und Tomaten.

Ja, Chili con Carne eignet sich sehr gut zum Vorkochen. Nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag langsam erhitzen. Es schmeckt dann oft noch runder, weil Tomaten, Bohnen, Fleisch und Gewürze durchziehen konnten.

Reste zügig abkühlen lassen und luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält Chili con Carne etwa 3 Tage. Zum Aufwärmen vollständig erhitzen, bis es gleichmäßig heiß ist. Bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe einrühren, weil die Bohnen beim Stehen Flüssigkeit aufnehmen.

Ja, das Chili lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten portionsweise vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und bis zu 3 Monate einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und langsam erhitzen, damit die Bohnen nicht zerfallen und die Sauce nicht am Topfboden ansetzt.

Wichtig sind kräftiges Anbraten, geröstetes Tomatenmark und offenes Schmoren. So verdampft überschüssige Flüssigkeit und die Sauce bindet natürlich. Wenn das Chili am Ende noch zu dünn ist, einige Minuten ohne Deckel weiterköcheln lassen, statt es sofort mit Stärke zu binden.

Zu viel Schärfe lässt sich mit mehr Tomaten, Bohnen oder etwas Sauerrahm auf dem Teller abmildern. Auch Reis oder Brot helfen beim Servieren. Zucker allein löst das Problem nicht, er balanciert vor allem Säure; gegen Chili-Schärfe helfen Verdünnung und Fett deutlich besser.

Ja, für eine texanischere Variante kannst du Kidneybohnen, schwarze Bohnen und Mais weglassen. Dann brauchst du mehr Fleisch oder eine längere Schmorzeit, damit das Chili gehaltvoll bleibt. Besonders gut funktioniert grob gewürfeltes Rindfleisch, das langsam zart geschmort wird.

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