Plany Rezeptdruck
Chili con Carne mit Rinderhack, Bohnen und gerösteten Gewürzen
Kräftiges Anbraten, geröstetes Tomatenmark und kurz angeröstete Chili-con-Carne-Gewürze geben Tiefe. Beim leisen Schmoren wird die Tomatensauce sämig, ohne dass das Hack trocken wirkt.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 4 Portionen.
Basis
- 2 EL Rapsöl, zum Anbraten, hitzestabil
- 500 g Rinderhackfleisch, nicht zu mager, ideal etwa 15–20 % Fett
- 2 Stück gelbe Zwiebeln, fein gewürfelt
- 3 Stück Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 Stück rote Paprikaschote, in kleine Würfel geschnitten
- 2 EL Tomatenmark, für Röstaroma und Bindung
Tomaten, Bohnen und Flüssigkeit
- 400 g stückige Tomaten aus der Dose, mit Saft
- 250 ml glutenfreie Rinderbrühe, kräftig, aber nicht zu salzig
- 240 g Kidneybohnen aus der Dose, Abtropfgewicht, abgespült und abgetropft
- 200 g schwarze Bohnen aus der Dose, Abtropfgewicht, abgespült und abgetropft
- 150 g Mais aus der Dose, abgetropft, für die alltagstaugliche Version
Gewürze
- 2 TL gemahlener Kreuzkümmel, wichtiges Chili-con-Carne-Gewürz
- 2 TL edelsüßes Paprikapulver, mild und fruchtig
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver, für leicht rauchige Tiefe
- 1 TL getrockneter Oregano, am besten mexikanischer Oregano, falls vorhanden
- 0.5 TL gemahlener Koriander, rundet die Gewürzbasis ab
- 0.5 TL Cayennepfeffer, für mittlere Schärfe, nach Geschmack reduzierbar
- 0.25 TL gemahlener Zimt, nur wenig verwenden, hebt die Tomatensauce
- 1 TL feines Meersalz, plus später zum Abschmecken
- 0.5 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Abrunden
- 1 TL Backkakao, ungesüßt, macht das Chili dunkler und runder
- 1 TL Brauner Zucker, balanciert Tomatensäure und Schärfe
- 1 Stück Bio-Limette, Saft zum Abschmecken
Zum Servieren
- 0.5 Bund frischer Koriander, Blätter grob gezupft
- 4 EL Saure Sahne, optional als kühler Kontrast zur Schärfe
Zubereitung
9 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Aromabasis aufbauen
Rinderhack kräftig anbraten
Zutaten: 2 EL Rapsöl · 500 g Rinderhackfleisch
Rapsöl in einem breiten schweren Topf bei mittelhoher Hitze erhitzen. Rinderhackfleisch hineingeben, erst kurz liegen lassen und dann mit dem Pfannenwender grob zerdrücken. Brate es so lange, bis sichtbare Bräunung am Topfboden entsteht und keine grauen, wässrigen Stellen mehr zu sehen sind.
Notiz: Falls viel Flüssigkeit austritt, die Hitze hoch halten und erst weiterarbeiten, wenn sie fast verdampft ist. Zu frühes Rühren macht das Hack eher grau als aromatisch.
Zwiebeln, Knoblauch und Paprika weich garen
Zutaten: 2 Stück gelbe Zwiebeln · 3 Stück Knoblauchzehen · 1 Stück rote Paprikaschote
Gelbe Zwiebeln, Knoblauchzehen und rote Paprikaschote zum gebräunten Hack geben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren garen, bis die Zwiebeln glasig werden, die Paprikawürfel leicht weicher sind und am Topfboden wieder ein trockener, aromatischer Ansatz entsteht.
Notiz: Knoblauch darf duften, aber nicht dunkel werden. Wenn der Topfboden zu schnell bräunt, die Hitze etwas reduzieren.
Tomatenmark und Chili-Gewürze rösten
Zutaten: 2 EL Tomatenmark · 2 TL gemahlener Kreuzkümmel · 2 TL edelsüßes Paprikapulver · 1 TL geräuchertes Paprikapulver · 1 TL getrockneter Oregano · 0.5 TL gemahlener Koriander · 0.5 TL Cayennepfeffer · 0.25 TL gemahlener Zimt · 0.75 TL feines Meersalz · 0.5 TL schwarzer Pfeffer
Tomatenmark einrühren und mitbraten, bis es dunkler wird und nicht mehr roh riecht. Gemahlenen Kreuzkümmel, edelsüßes Paprikapulver, geräuchertes Paprikapulver, getrockneten Oregano, gemahlenen Koriander, Cayennepfeffer, gemahlenen Zimt, den größeren Teil des feinen Meersalzes und schwarzen Pfeffer zugeben. Unter Rühren rösten, bis die Gewürze deutlich duften.
Notiz: Paprikapulver verbrennt schnell. Sobald es aromatisch riecht, direkt mit Flüssigkeit weiterarbeiten und die Mischung nicht trocken stehen lassen.
Chili langsam sämig schmoren
Mit Tomaten und Brühe ablöschen
Zutaten: 400 g stückige Tomaten aus der Dose · 250 ml glutenfreie Rinderbrühe
Stückige Tomaten aus der Dose und glutenfreie Rinderbrühe in den Topf geben. Den Bratensatz am Boden gründlich lösen, denn darin steckt viel Geschmack. Alles aufkochen lassen, dann die Hitze so weit reduzieren, dass das Chili nur noch sanft köchelt.
Notiz: Der Topfboden sollte nach dem Ablöschen sauber sein. Angebrannter Satz würde später bitter schmecken, guter Bratensatz löst sich dagegen leicht.
Bohnen und Mais einrühren
Zutaten: 240 g Kidneybohnen aus der Dose · 200 g schwarze Bohnen aus der Dose · 150 g Mais aus der Dose
Kidneybohnen und schwarze Bohnen in einem Sieb kalt abspülen und gut abtropfen lassen. Mais ebenfalls abtropfen lassen. Alles in den Topf geben und vorsichtig unterheben, bis Bohnen und Mais vollständig von Sauce umhüllt sind. Kurz auf Temperatur bringen, dann wieder auf leises Schmoren zurückschalten.
Notiz: Abgespülte Bohnen machen das Chili klarer im Geschmack. Zu starkes Kochen lässt sie aufplatzen und kann die Sauce mehlig wirken lassen.
Offen schmoren, bis die Sauce bindet
Das Chili ohne Deckel bei niedriger bis mittlerer Hitze schmoren lassen, bis die Sauce sichtbar dicker wird und langsam vom Löffel läuft. Zwischendurch am Topfboden entlang umrühren. Es soll gleichmäßig blubbern, aber nicht spritzend kochen.
Notiz: Wenn das Chili zu stark eindickt, einen kleinen Schuss heißes Wasser zugeben. Bleibt es zu flüssig, einige Minuten länger offen köcheln lassen.
Mit Kakao und Zucker abrunden
Zutaten: 1 TL Backkakao · 1 TL Brauner Zucker
Backkakao und Brauner Zucker einrühren und das Chili weiter sanft schmoren lassen, bis die dunkle Note eingebunden ist und keine rohe Kakaobitterkeit hervorsticht. Die Sauce sollte würzig, tomatig, leicht rauchig und nicht spitz sauer schmecken.
Notiz: Kakao soll nicht nach Schokolade schmecken, sondern Tiefe geben. Darum nur die kleine Rezeptmenge verwenden und gut einrühren.
Abschmecken und servieren
Mit Limette und restlichem Salz fein abschmecken
Zutaten: 1 Stück Bio-Limette · 0.25 TL feines Meersalz
Bio-Limette halbieren und den Saft direkt über dem Topf auspressen. Gründlich einrühren und probieren; die Sauce soll frischer und runder schmecken, aber nicht deutlich von Limette dominiert werden. Mit feinem Meersalz abschmecken.
Notiz: Säure immer am Ende dosieren. Beim langen Kochen würde sie stumpf wirken und die Balance schwerer steuerbar machen.
Ruhen lassen und mit Koriander servieren
Zutaten: 0.5 Bund frischer Koriander · 4 EL Saure Sahne
Den Topf vom Herd ziehen und das Chili kurz ruhen lassen, damit sich Fett, Sauce und Gewürze verbinden. Anschließend mit frischem Koriander bestreuen und nach Wunsch mit Saurer Sahne servieren. Dazu passen Reis, Tortillachips oder warmes Brot.
Notiz: Sauerrahm erst auf dem Teller zugeben, damit der kühle Kontrast zur Schärfe erhalten bleibt und nicht in der heißen Sauce gerinnt.
Rezeptnotiz
Chili con Carne ist fachlich kein original mexikanisches Rezept, sondern vor allem Tex-Mex- und US-amerikanisch geprägt. Diese alltagstaugliche Hauptversion arbeitet mit Rinderhack, Bohnen, Mais und Tomaten. Für eine texanischere Variante Bohnen und Mais weglassen, grob gewürfeltes Rindfleisch verwenden und länger in einer kräftigen Chilibasis schmoren.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Welche Gewürze gehören in ein gutes Chili con Carne?
Die wichtigste Basis sind Kreuzkümmel, Paprikapulver, Oregano und Chili beziehungsweise Cayennepfeffer. Geräuchertes Paprikapulver bringt Tiefe, gemahlener Koriander rundet ab. Eine kleine Prise Zimt und ungesüßter Kakao wirken nicht süß, sondern machen die Tomatensauce dunkler und voller.
Ist Chili con Carne original mexikanisch?
Nein, Chili con Carne gilt nicht als original mexikanisches Rezept, sondern ist vor allem Tex-Mex- und US-amerikanisch geprägt. Ein texanisches Chili enthält häufig keine Bohnen und keine Tomatenstücke, sondern Fleisch und Chilipaste. Diese Version ist die in Deutschland beliebte Hauptversion mit Hackfleisch, Bohnen und Tomaten.
Kann ich Chili con Carne vorbereiten?
Ja, Chili con Carne eignet sich sehr gut zum Vorkochen. Nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag langsam erhitzen. Es schmeckt dann oft noch runder, weil Tomaten, Bohnen, Fleisch und Gewürze durchziehen konnten.
Wie bewahre ich Reste sicher auf?
Reste zügig abkühlen lassen und luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält Chili con Carne etwa 3 Tage. Zum Aufwärmen vollständig erhitzen, bis es gleichmäßig heiß ist. Bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe einrühren, weil die Bohnen beim Stehen Flüssigkeit aufnehmen.
Kann ich Chili con Carne einfrieren?
Ja, das Chili lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten portionsweise vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und bis zu 3 Monate einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und langsam erhitzen, damit die Bohnen nicht zerfallen und die Sauce nicht am Topfboden ansetzt.
Wie wird Chili con Carne sämig statt wässrig?
Wichtig sind kräftiges Anbraten, geröstetes Tomatenmark und offenes Schmoren. So verdampft überschüssige Flüssigkeit und die Sauce bindet natürlich. Wenn das Chili am Ende noch zu dünn ist, einige Minuten ohne Deckel weiterköcheln lassen, statt es sofort mit Stärke zu binden.
Was mache ich, wenn das Chili zu scharf geworden ist?
Zu viel Schärfe lässt sich mit mehr Tomaten, Bohnen oder etwas Sauerrahm auf dem Teller abmildern. Auch Reis oder Brot helfen beim Servieren. Zucker allein löst das Problem nicht, er balanciert vor allem Säure; gegen Chili-Schärfe helfen Verdünnung und Fett deutlich besser.
Kann ich das Rezept ohne Bohnen kochen?
Ja, für eine texanischere Variante kannst du Kidneybohnen, schwarze Bohnen und Mais weglassen. Dann brauchst du mehr Fleisch oder eine längere Schmorzeit, damit das Chili gehaltvoll bleibt. Besonders gut funktioniert grob gewürfeltes Rindfleisch, das langsam zart geschmort wird.