Schweinelende im Backofen mit Soße aus Zwiebeln und Senf

Ganzes Schweinefilet gart nach kräftigem Anbraten im Ofen auf Kerntemperatur und kommt mit einer dunklen Soße aus Zwiebeln, Fond und Senf auf den Tisch.

Die Schweinelende wird rundum gebräunt und gart anschließend im Backofen bis zur Zieltemperatur. Aus Bratensatz, Zwiebeln, Fond und Senf entsteht parallel die dunkle Soße.

Schweinelende im Backofen mit Soße aus Zwiebeln und Senf fertig angerichtet
Vorbereitung

25 min

Ruhezeit

8 min

Kochen

30 min

Zutaten

Fleisch

Soße

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Fleisch vorbereiten und anbraten

  2. 1

    Schweinefilet parieren und gleichmäßig würzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Schweinefilet trocken tupfen und die silbrige Haut mit einem scharfen Messer flach abziehen, ohne tief ins Fleisch zu schneiden. Sehr dünne Filetspitzen nach unten einschlagen, damit das Stück gleichmäßiger gart. Das Fleisch rundum mit der für diesen Schritt vorgesehenen Menge Meersalz und Pfeffer würzen und kurz liegen lassen, während Ofen und Pfanne vorbereitet werden.

    Notiz

    Nicht lange offen gesalzen stehen lassen: Für dieses Rezept reicht die kurze Vorbereitungszeit völlig aus.

  3. 2

    Ofen vorheizen und Pfanne heiß machen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine ofenfeste Form oder ein kleines Blech bereitstellen. Eine schwere Pfanne auf mittelhoher bis hoher Stufe erhitzen, bis ein Tropfen Wasser sofort tanzt und verdampft. Erst dann das Rapsöl hineingeben; es soll glänzen, aber nicht rauchen.

    Notiz

    Eine heiße Pfanne ist wichtiger als maximaler Herdanschlag. Rauchendes Öl schmeckt bitter und macht den Bratensatz dunkel statt aromatisch.

  4. 3

    Schweinelende rundum kräftig anbraten

    Zutaten für diesen Schritt

    Das gewürzte Filet in die heiße Pfanne legen und rundum anbraten, bis alle Seiten eine gleichmäßige, nussbraune Kruste zeigen. Rosmarin und Thymian kurz mit in die Pfanne geben, damit das heiße Fett ihr Aroma aufnimmt. Das Fleisch dabei nicht dauernd bewegen, sondern jede Seite erst lösen, wenn sie sich leicht vom Pfannenboden hebt.

    Notiz

    Die Kräuter dürfen duften, aber nicht schwarz werden. Falls sie zu schnell dunkeln, sofort auf das Fleisch legen oder aus der Pfanne nehmen.

  5. 4

    Im Backofen bis zur Kerntemperatur garen

    Das angebratene Filet in die vorbereitete Form setzen und im Ofen garen, bis die Mitte 63 °C erreicht. Das dauert je nach Dicke meist 12–18 Minuten; entscheidend ist aber das Thermometer, nicht die Uhr. Die dickste Stelle messen und die Spitze des Fühlers nicht bis auf den Boden der Form schieben.

    Notiz

    Bei sehr dünnen Filets früh messen. Über 68 °C wird Schweinefilet schnell fest und trocken, auch wenn die Soße später gut ist.

  6. 5

    Fleisch ruhen lassen, ohne die Kruste aufzuweichen

    Das gegarte Filet aus dem Ofen nehmen, locker mit Backpapier oder Folie abdecken und ruhen lassen. Die Kerntemperatur steigt dabei noch leicht an, der Fleischsaft verteilt sich gleichmäßiger und tritt beim Schneiden weniger stark aus. Das Fleisch nicht fest einwickeln, sonst staut sich Dampf und die angebratene Oberfläche wird weich.

    Notiz

    Die Ruhezeit passt genau zur Soße: Während das Filet entspannt, wird der Bratensatz gelöst und reduziert.

  7. Abschnitt

    Dunkle Zwiebel-Senf-Soße kochen

  8. 6

    Zwiebeln im Bratensatz langsam Farbe geben

    Zutaten für diesen Schritt

    Die gelben Zwiebeln schälen und fein würfeln, den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Pfanne mit dem Bratensatz auf mittlere Hitze stellen. Butter hineingeben, schmelzen lassen und die Zwiebeln darin anrösten, bis sie weich werden und goldbraune Ränder zeigen. Den Knoblauch erst gegen Ende kurz mitrösten, damit er duftet, aber nicht bitter wird. Braune Rückstände am Pfannenboden dabei mit einem Holzlöffel lösen.

    Notiz

    Ist der Bratensatz stellenweise schwarz statt braun, diese verbrannten Punkte nicht in die Soße kratzen, sondern vorsichtig in der Pfanne lassen.

  9. 7

    Tomatenmark rösten und leichte Bindung aufbauen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Tomatenmark zu den Zwiebeln geben und unter Rühren rösten, bis es dunkler wird und nicht mehr roh-säuerlich riecht. Danach das Weizenmehl einstreuen und kurz mitrühren, sodass es sich mit Butter und Zwiebeln verbindet. Es soll keine trockenen Mehlinseln geben, aber auch nichts am Pfannenboden verbrennen.

    Notiz

    Dieser kurze Röstschritt macht die Soße dunkler und runder. Zu blasses Tomatenmark schmeckt später flach, zu dunkel geröstetes bitter.

  10. 8

    Mit Fond lösen und bis zur Soßenkonsistenz reduzieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Rinderfond nach und nach angießen und dabei gründlich rühren, damit sich der geröstete Ansatz ohne Klümpchen löst. Das Lorbeerblatt zugeben und die Soße offen köcheln lassen, bis sie sichtbar dunkler, glänzender und leicht sämig ist. Ein Löffelrücken soll dünn überzogen sein, ohne dass die Soße pastös wirkt.

    Notiz

    Wird die Soße zu dick, mit heißem Wasser lockern. Ist sie zu dünn, offen weiterköcheln lassen, statt zusätzliches Mehl einzurühren.

  11. 9

    Soße mit Senf, Säure und Süße fein abschmecken

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Hitze reduzieren, sodass die Soße nur noch sanft dampft. Dijon-Senf, Balsamicoessig, Honig sowie die restliche Menge Meersalz und Pfeffer einrühren. Danach nicht mehr sprudelnd kochen, weil Senf bei zu starker Hitze an Frische verliert und leicht kantig schmecken kann.

    Notiz

    Schmeckt die Soße zu kräftig, mit heißem Wasser strecken. Wirkt sie zu salzig, lieber verdünnen und anschließend wieder kurz reduzieren, statt mit mehr Säure gegenzusteuern.

  12. Abschnitt

    Aufschneiden und servieren

  13. 10

    Quer zur Faser schneiden und sofort servieren

    Das Filet auf ein Brett legen und mit einem scharfen Messer quer zur Faser in dicke Scheiben schneiden. Austretenden Fleischsaft vom Brett nicht wegschütten, sondern in die heiße Soße rühren. Die Scheiben auf vorgewärmte Teller setzen und mit der dunklen Zwiebel-Senf-Soße servieren, damit das magere Fleisch nicht auskühlt.

    Notiz

    Nicht säbeln und nicht drücken: Ein sauberer Schnitt hält die Scheiben zart und verhindert, dass unnötig viel Fleischsaft austritt.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

387.1 kcal

pro Portion

1548.6 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

11 g

pro Portion

44 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

46.6 g

pro Portion

186.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

17.9 g

pro Portion

71.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

1.51 g

pro Portion

6.03 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

4.63 g

pro Portion

18.5 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

3.97 g

pro Portion

15.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Ein Bratenthermometer macht das Ergebnis deutlich planbarer. Schweinelende und Schweinefilet werden im Alltag oft gleich verwendet; gemeint ist hier ein ganzes, mageres Filetstück ohne Speckmantel, Sahne oder Pilze.

FAQ

Häufige Fragen

Für ein ganzes Schweinefilet ist eine Ziel-Kerntemperatur von 63 °C in der Mitte eine gute Orientierung. Während der Ruhezeit steigt sie meist noch leicht an. Ohne Thermometer wird das Ergebnis deutlich unsicherer, weil Filetdicke und Starttemperatur stark variieren.

Meist liegt es an zu langer Garzeit, zu hoher Endtemperatur oder fehlender Ruhezeit. Schweinefilet ist sehr mager und verzeiht Übergaren kaum. Deshalb erst kräftig anbraten, im Ofen nach Kerntemperatur garen und vor dem Aufschneiden locker ruhen lassen.

Das Filet kannst du parieren und die Zwiebeln sowie den Knoblauch vorab schneiden. Anbraten, Ofengaren und Aufschneiden schmecken frisch am besten. Die Soße lässt sich gut vorbereiten und sanft erhitzen; Senf am besten erst kurz vor dem Servieren einrühren.

Zu dünne Soße offen weiterköcheln lassen, damit Wasser verdampft und der Geschmack konzentrierter wird. Zu dicke Soße mit etwas heißem Wasser lockern und danach erneut abschmecken.

Dann nicht mit mehr Essig oder Honig überdecken. Besser mit heißem Wasser verdünnen, sanft aufkochen lassen und die Konsistenz neu einstellen. Erst danach prüfen, ob noch Senf, Pfeffer oder ein kleiner Hauch Honig fehlt.

Schweinerücken ist größer, fester und weniger zart als Filet, deshalb ändern sich Garzeit und Schnittgefühl deutlich. Für dieses Rezept funktioniert am besten ein ganzes Schweinefilet. Bei Schweinerücken unbedingt ebenfalls nach Kerntemperatur garen und eine längere Ruhezeit einplanen.

Reste möglichst vollständig mit Soße bedeckt in einer gut schließenden Dose kalt stellen und innerhalb von 2 Tagen essen. Zum Erwärmen die Soße sanft erhitzen und die Fleischscheiben nur kurz darin warm ziehen lassen, nicht kochen.

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