Salsiccia-Pasta mit Tomatensauce und gebräuntem Brät

Salsiccia-Pasta mit stückigem Wurstbrät, Tomatensauce und Nudelwasser-Bindung. Die kurzen Nudeln werden direkt in der Sauce fertig gegart.

Gebräuntes Salsiccia-Brät bringt Röstaromen, Fenchelduft und Tiefe in die Sauce. Die Pasta gart knapp bissfest und wird erst am Ende mit Nudelwasser in der Pfanne glänzend gebunden.

Salsiccia-Pasta mit Tomatensauce und gebräuntem Brät fertig angerichtet
Vorbereitung

20 min

Ruhezeit

0 min

Kochen

30 min

Zutaten

Pasta und Sauce

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Salsiccia vorbereiten und Sauce aufbauen

  2. 1

    Salsiccia aus dem Darm lösen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Salsiccia längs einschneiden, den Darm abziehen und das Brät mit den Fingern in unregelmäßige kleine Stücke zupfen. Nicht zu fein zerdrücken: Kleine Kanten bräunen später gut, etwas größere Stücke bleiben saftig. Das vorbereitete Brät bis zum Braten kühl halten und danach Hände, Brett und Messer gründlich reinigen.

    Notiz

    Unregelmäßige Stücke geben der Sauce mehr Textur als sehr fein zerkrümeltes Brät.

  3. 2

    Brät kräftig bräunen und vollständig garen

    Zutaten für diesen Schritt

    Eine breite Pfanne auf mittelhohe bis hohe Hitze bringen und das Olivenöl dünn darin verteilen. Das vorbereitete Brät in einer flachen Schicht einlegen und etwa 6–8 Minuten braten. Erst wenden, wenn die Unterseite sichtbar gebräunt ist. Fertig ist es, wenn keine rohen rosa Stellen mehr zu sehen sind, die Stücke rundum gebräunte Kanten haben und im Kern mindestens 70 °C erreichen.

    Notiz

    Nicht zu früh rühren: Röstaromen entstehen nur bei direktem Pfannenkontakt. Bei sehr dunklen Stellen die Hitze leicht reduzieren, damit Gewürze und Bratensatz nicht bitter werden.

  4. 3

    Zwiebel, Knoblauch und Fenchel anschwitzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die gelbe Zwiebel fein würfeln, den frischen Knoblauch fein hacken oder in sehr dünne Scheiben schneiden und die Fenchelsamen leicht andrücken. Die Hitze auf mittlere Stufe senken. Zwiebel, Fenchelsamen und Chiliflocken etwa 3 Minuten anschwitzen. Den Knoblauch erst anschließend zugeben und 30–60 Sekunden mitrühren, bis er duftet. Der Pfannenboden darf braune Spuren zeigen, aber keine schwarzen Stellen bekommen.

    Notiz

    Falls die Pfanne sehr heiß ist, kurz vom Herd ziehen, bevor der Knoblauch hineinkommt. So bleibt er aromatisch statt scharf und verbrannt.

  5. 4

    Tomatenmark auf dem Pfannenboden rösten

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Tomatenmark in eine freie Stelle der Pfanne geben und 1–2 Minuten direkt auf dem Pfannenboden rösten, bevor es mit Brät und Aromaten verrührt wird. Es soll dunkler, ziegelrot und süßlich duftend werden. Sobald es stark am Boden ansetzt, direkt weitermachen, damit der Bratensatz Geschmack gibt, aber nicht verbrennt.

    Notiz

    Geröstetes Tomatenmark bringt Tiefe in die Sauce. Roh eingerührtes Tomatenmark schmeckt oft stumpf und leicht metallisch.

  6. 5

    Tomatensauce lösen und offen reduzieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Die stückigen Tomaten und den Saucenanteil des Meersalzes in die Pfanne geben. Den Bratensatz mit einem Kochlöffel gründlich lösen, dann die Sauce 12–15 Minuten offen sanft köcheln lassen. Richtig reduziert ist sie, wenn sie nicht mehr wässrig läuft, beim Rühren kurz eine Spur am Pfannenboden bleibt und das Brät saftig umhüllt ist.

    Notiz

    Offenes Köcheln ist entscheidend: Mit Deckel bleibt zu viel Wasser in der Sauce und sie haftet später schlechter an der Pasta.

  7. Abschnitt

    Pasta kochen und in der Pfanne binden

  8. 6

    Pasta knapp al dente kochen

    Zutaten für diesen Schritt

    In einem großen Topf reichlich Wasser sprudelnd aufkochen und den Pastawasseranteil des Meersalzes darin lösen. Die kurze Pasta hineingeben und etwa eine Minute kürzer garen, als die Packung für al dente angibt. Vor dem Abgießen trübes, stärkehaltiges Kochwasser abschöpfen; genau diese Stärke hilft gleich beim Binden.

    Notiz

    Die Pasta darf noch etwas Biss haben, weil sie in der Sauce fertigzieht. Zu weich gekochte Nudeln werden beim Schwenken schnell matschig.

  9. 7

    Pasta in der Salsiccia-Sauce fertigziehen

    Die abgetropfte Pasta direkt in die reduzierte Sauce geben und bei mittlerer Hitze gründlich schwenken oder rühren. Schluckweise etwas aufgefangenes Kochwasser zugeben, bis die Sauce glänzt und die Nudeln gleichmäßig überzieht. Nicht alles auf einmal hineingießen, sonst wird die Sauce dünn und die Röstaromen wirken weniger konzentriert.

    Notiz

    Der richtige Punkt ist erreicht, wenn die Sauce in den Rillen der Pasta sitzt und beim Schwenken keine Tomatenpfütze in der Pfanne zurückbleibt.

  10. 8

    Mit Parmesan, Pfeffer und Basilikum abrunden

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Parmesan aus den Step-Zutaten fein reiben und das Basilikum grob zupfen. Die Pfanne vom Herd ziehen und den geriebenen Parmesan einrühren, damit er in der Resthitze schmilzt und nicht körnig ausflockt. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und Basilikum aromatisch abrunden. Zieht die Pasta durch den Käse stark an, nochmals wenig Kochwasser einarbeiten, bis die Oberfläche wieder glänzt.

    Notiz

    Parmesan bindet zusätzlich. Darum kommt er erst nach der stärkereichen Nudelwasser-Bindung dazu und nicht in eine noch wässrige Sauce.

  11. 9

    Heiß servieren und die Sauce prüfen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Salsiccia-Pasta sofort auf vorgewärmte Teller verteilen. Den restlichen Parmesan fein darüberreiben und mit dem restlichen grob gezupften Basilikum abschließen. Beim Anrichten sollte jedes Pastastück sichtbar von Sauce überzogen sein, während die Wurststücke zwischen den Nudeln sitzen. Wirkt alles trocken, vor dem Servieren kurz in der Pfanne mit wenig Kochwasser lockern.

    Notiz

    Direkt aus der Pfanne schmeckt die Pasta am besten, weil die Sauce dann noch emulgiert und sich nicht in Nudeln und Tomatenflüssigkeit trennt.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

773.2 kcal

pro Portion

3092.7 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

81.3 g

pro Portion

325.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

35.1 g

pro Portion

140.2 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

33.3 g

pro Portion

133.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

6.53 g

pro Portion

26.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

12.9 g

pro Portion

51.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

5.83 g

pro Portion

23.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Salsiccia fresca ist rohe italienische Bratwurst, häufig mit Fenchel gewürzt. Für dieses Rezept wird das Brät aus dem Darm gelöst, vollständig durchgegart und erst nach dem Reduzieren der Sauce mit der Pasta verbunden.

FAQ

Häufige Fragen

Am besten passt rohe Salsiccia fresca mit Fenchel, weil ihr Brät beim Braten saftig bleibt und die typische Würze direkt an die Tomatensauce abgibt. Milde und pikante Sorten funktionieren beide; bei sehr scharfer Salsiccia die Chiliflocken vorsichtig dosieren.

Das Brät sollte außen deutlich gebräunte Kanten haben und innen nicht mehr rosa wirken. Austretender Fleischsaft sollte klar sein. Wer besonders sicher gehen möchte, prüft größere Stücke mit einem Küchenthermometer; im Inneren sollten sie mindestens etwa 70 °C erreichen.

Die Sauce lässt sich sehr gut vorbereiten und hält abgekühlt im Kühlschrank bis zu zwei Tage. Die Pasta kochst du am besten frisch, weil sie beim Lagern weiter Flüssigkeit zieht. Zum Servieren die Sauce erhitzen, Pasta knapp al dente kochen und beides mit Kochwasser binden.

Eine grobe rohe Bratwurst mit Fenchel, Knoblauch und schwarzem Pfeffer kommt geschmacklich am nächsten. Auch grobes Schweinehack funktioniert, braucht dann aber mehr Würzung. Fertig gegarte Wurst ist weniger ideal, weil sie weniger Röstaromen und keine lockere Brätstruktur liefert.

Reste in einer Pfanne bei mittlerer Hitze mit einem kleinen Schuss Wasser erwärmen und häufig schwenken. Nicht stark kochen lassen, sonst wird die Pasta weich und der Parmesan kann körnig wirken. Frisches Basilikum und etwas Parmesan erst nach dem Erwärmen zugeben.

Stärkehaltiges Nudelwasser verbindet Tomaten, Bratfett und Parmesan zu einer haftenden Sauce. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Sauce konzentrieren, dann das Kochwasser schluckweise einarbeiten. So wird die Pasta glänzend umhüllt, statt in dünner Tomatenflüssigkeit zu liegen.

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