Pasta alla Norma mit goldbrauner Aubergine und Ricotta salata

Pasta alla Norma nach sizilianischem Vorbild: gebräunte Auberginen, konzentrierte Tomatensauce, Basilikum und Ricotta salata statt öliger Würfel.

Goldbraune Auberginen, konzentrierte Tomatensauce und al dente gegarte Rigatoni verbinden sich mit Basilikum und Ricotta salata zu einer glänzenden Sauce.

Pasta alla Norma mit goldbrauner Aubergine und Ricotta salata fertig angerichtet
Vorbereitung

20 min

Ruhezeit

20 min

Kochen

35 min

Zutaten

Auberginen

Auberginen, Sauce und Pasta

Tomatensauce und Pasta

Finish

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Auberginen vorbereiten und kräftig bräunen

  2. 1

    Auberginen gleichmäßig schneiden und kurz salzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Auberginen in gleichmäßige, nicht zu kleine Stücke schneiden, damit sie außen bräunen und innen cremig bleiben. Mit feinem Meersalz mischen und auf Küchenpapier oder in einem Sieb ruhen lassen, bis sichtbare Feuchtigkeit austritt. Danach sehr gründlich trocken tupfen, sonst spritzt das Öl und die Stücke schmoren statt zu rösten.

    Notiz

    Das Salzen ist vor allem für Textur und Feuchtigkeitskontrolle gedacht. Bitterkeit ist bei modernen Auberginen meist kein großes Thema.

  3. 2

    Auberginen portionsweise goldbraun anbraten

    Zutaten für diesen Schritt

    Eine große schwere Pfanne auf mittelhohe bis hohe Hitze bringen. Natives Olivenöl extra hineingeben und die Auberginen portionsweise so einlegen, dass sie nebeneinander liegen. Erst wenden, wenn die Unterseiten goldbraun sind, dann weiterbraten, bis die Stücke weich sind, aber nicht zerfallen. Zwischen den Portionen nur sparsam Öl ergänzen und fertige Auberginen auf Küchenpapier ablegen.

    Notiz

    Nicht ständig rühren: Erst der ruhige Kontakt zur heißen Pfanne bringt die braunen Kanten, die später den typischen Norma-Geschmack tragen.

  4. Abschnitt

    Tomatensauce aromatisch einkochen

  5. 3

    Knoblauch sanft im Öl aromatisieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Einen breiten Topf oder eine tiefe Pfanne auf mittlere Hitze stellen. Natives Olivenöl extra hineingeben und die angedrückten Knoblauchzehen langsam duften lassen. Sie sollen hellgolden werden, aber nicht dunkelbraun; verbrannter Knoblauch schmeckt bitter und würde die klare Tomatensauce überdecken.

    Notiz

    Knoblauch lieber geduldig ziehen lassen als scharf rösten. So wird das Öl rund und die Sauce bleibt elegant.

  6. 4

    Tomaten zerdrücken und zur dicken Sauce reduzieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Geschälte San-Marzano-Tomaten samt Saft in den Topf geben und mit einem Löffel grob zerdrücken. Die zarten Basilikumstiele mit in die Sauce legen, mit feinem Meersalz würzen und offen leise köcheln lassen. Die Sauce ist richtig, wenn sie nicht mehr wässrig läuft, sondern in breiten Bahnen am Löffel haftet.

    Notiz

    Einen Spritzschutz locker auflegen, aber den Topf nicht komplett schließen. Eingeschlossene Feuchtigkeit würde die Sauce dünn halten.

  7. Abschnitt

    Pasta garen, binden und fertigstellen

  8. 5

    Rigatoni al dente kochen und Kochflüssigkeit auffangen

    Zutaten für diesen Schritt

    Einen großen Topf Wasser sprudelnd aufkochen, mit dem abgemessenen feinen Meersalz würzen und die Rigatoni knapp al dente garen. Kurz vor dem Abgießen etwas stärkehaltige Kochflüssigkeit abschöpfen und bereitstellen. Die Pasta nicht kalt abschrecken, denn die Stärke an der Oberfläche hilft gleich beim Binden der Tomatensauce.

    Notiz

    Die Packungszeit ist nur ein Richtwert. Lieber etwas früher probieren, damit die Nudeln in der Sauce nicht weich werden.

  9. 6

    Pasta in der Tomatensauce fertigziehen

    Basilikumstiele und Knoblauch aus der Sauce nehmen, dann die heißen Rigatoni direkt in die reduzierte Tomatensauce geben. Bei mittlerer Hitze schwenken und schluckweise aufgefangene Kochflüssigkeit einarbeiten, bis die Sauce glänzt und die Nudeln umhüllt. Sie soll cremig wirken, aber nicht als rote Pfütze im Topf stehen.

    Notiz

    Kochflüssigkeit immer nach und nach zugeben. Zu viel auf einmal verdünnt die mühsam reduzierte Sauce.

  10. 7

    Auberginen in zwei Texturen einarbeiten

    Etwa zwei Drittel der gebräunten Auberginen vorsichtig unter die Pasta heben und kurz heiß werden lassen. Den übrigen Teil zurückhalten, damit beim Servieren sichtbare, goldbraune Stücke oben liegen. Nicht wild rühren: Die Auberginen sollen cremig bleiben, aber ihre gebräunten Kanten nicht komplett verlieren.

    Notiz

    Der Mix aus eingearbeiteten und aufgesetzten Auberginen macht das Gericht aromatisch und optisch klar erkennbar.

  11. 8

    Mit Ricotta salata, Basilikum und Pfeffer servieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Pasta alla Norma auf vorgewärmte Teller geben und die zurückbehaltenen Auberginen darauf verteilen. Ricotta salata darüberreiben, Basilikumblätter zerzupfen und aufstreuen, dann mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschließen. Sofort servieren, solange die Sauce glänzt und der Käse leicht an der heißen Pasta haftet.

    Notiz

    Ricotta salata erst am Ende zugeben. In der Pfanne würde er salzig-schwer wirken und die frische Tomatensauce abstumpfen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

671.3 kcal

pro Portion

2685.2 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

86.8 g

pro Portion

347.2 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

21.2 g

pro Portion

84.7 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

24.5 g

pro Portion

98 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

11 g

pro Portion

44.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

13.7 g

pro Portion

54.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

7.45 g

pro Portion

29.8 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Pasta alla Norma stammt aus Sizilien und lebt von Auberginen, Tomatensauce, Basilikum und Ricotta salata. Dieses Rezept orientiert sich an der klassischen Kombination, erklärt die Technik aber alltagstauglich für deutsche Küchen. Ricotta salata ist ein fester, gesalzener Käse; cremiger Ricotta aus dem Becher ist kein guter Ersatz, weil er die Sauce milchig macht.

FAQ

Häufige Fragen

Ricotta salata ist ein fester, gesalzener und gereifter Ricotta, der gerieben oder gehobelt wird. Cremiger Ricotta aus dem Becher passt hier nicht gut, weil er die Tomatensauce milchig macht. Als Ersatz funktionieren eher Pecorino Romano oder ein milder Schafskäse, auch wenn das Ergebnis dann weniger typisch sizilianisch schmeckt.

Die Auberginen müssen trocken in eine wirklich heiße Pfanne kommen und brauchen Platz. Brate sie portionsweise und gib Öl nur in kleinen Mengen nach. Werden zu viele Stücke auf einmal gebraten, sinkt die Temperatur, Feuchtigkeit tritt aus und die Auberginen saugen Öl, statt goldbraun zu werden.

Nicht immer, aber es hilft bei diesem Rezept. Das kurze Salzen zieht etwas Feuchtigkeit heraus, dadurch bräunen die Stücke kontrollierter und werden cremiger. Wichtig ist danach gründliches Trockentupfen, sonst landet die Feuchtigkeit wieder in der Pfanne.

Kurze, gerillte Pasta wie Rigatoni, Maccheroni oder Penne rigate nimmt die reduzierte Tomatensauce besonders gut auf und hält Auberginenstücke zwischen den Röhren. Spaghetti gehen zwar, sind aber schwieriger gleichmäßig mit Auberginen und Ricotta salata zu servieren.

Die Tomatensauce und die gebräunten Auberginen kannst du getrennt einen Tag vorher zubereiten. Zum Servieren die Pasta frisch kochen, in der Sauce fertigziehen und die Auberginen erst am Ende unterheben. Fertig gemischte Pasta wird beim Aufwärmen weicher, schmeckt aber als Restegericht immer noch gut.

Reste halten luftdicht verschlossen im Kühlschrank etwa zwei Tage. Zum Aufwärmen gib die Pasta in eine Pfanne und löse die Sauce mit einem kleinen Schuss Wasser, bis sie wieder geschmeidig ist. Ricotta salata und frisches Basilikum am besten erst nach dem Erwärmen ergänzen.

Ja, das ist möglich, aber der Charakter wird etwas anders. Verteile die gesalzenen, trocken getupften Auberginen mit Öl auf einem heißen Blech und röste sie bei hoher Temperatur, bis sie gebräunte Kanten haben. Für maximal kräftiges Aroma liefert die Pfanne meist die bessere Bräunung.

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