Gulaschsuppe ungarischer Art mit zartem Rind und Kartoffeln

Kräftige Gulaschsuppe mit Rinderwade, Paprika und Kartoffeln: langsam geschmort, natürlich sämig und klar gewürzt ohne bittere Paprikanote.

Kräftige Gulaschsuppe lebt von Röstaromen, weichen Zwiebeln und sanftem Schmoren. Paprika kommt nur kurz bei milder Hitze in den Topf, Kartoffeln erst dann, wenn das Rind fast mürbe ist.

Gulaschsuppe ungarischer Art mit zartem Rind und Kartoffeln fertig angerichtet
Vorbereitung

30 min

Ruhezeit

10 min

Kochen

2 h 45 min

Zutaten

Fleisch und Schmoransatz

Paprikawürze und Flüssigkeit

Einlage und Finish

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Röstaromen und Paprikabasis

  2. 1

    Rinderwade portionsweise kräftig anbraten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Fleischwürfel sorgfältig trocken tupfen. Einen großen schweren Schmortopf stark erhitzen, das Öl hineingeben und das Fleisch in mehreren Portionen rundum dunkelbraun anbraten. Zwischen den Stücken soll Platz bleiben, sonst kocht das Fleisch im eigenen Saft. Angebratene Stücke jeweils herausnehmen und den Bratensatz im Topf lassen.

    Notiz

    Dunkle, aber nicht schwarze Röstaromen sind die Basis für kräftige Gulaschsuppe. Blasses Fleisch gibt später deutlich weniger Tiefe.

  3. 2

    Zwiebeln, Knoblauch und Tomatenmark langsam rösten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Zwiebeln fein würfeln und mit der ersten Salzmenge bei mittlerer Hitze weich, glänzend und leicht goldbraun braten. Dabei regelmäßig rühren und den Bratensatz lösen. Erst danach den fein gehackten Knoblauch und das Tomatenmark zufügen und kurz mitrösten, bis das Tomatenmark dunkler wird und aromatisch duftet, ohne anzubrennen.

    Notiz

    Die Zwiebeln sorgen später für natürliche Bindung. Dafür dürfen sie nicht nur kurz angeschwitzt werden, sondern brauchen etwas Zeit im heißen Topf.

  4. 3

    Paprikapulver kontrolliert aromatisieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Hitze deutlich reduzieren. Edelsüßes Paprikapulver, rosenscharfes Paprikapulver, Kümmel und Majoran in die Zwiebelmasse rühren, bis alles duftet und tiefrot glänzt. Sobald die Gewürze aromatisch riechen, direkt mit dem nächsten Schritt weitermachen; Paprikapulver darf nicht dunkel rösten.

    Notiz

    Bittere Gulaschsuppe entsteht fast immer durch zu heiß geröstetes Paprikapulver. Lieber kurz aromatisieren und schnell ablöschen.

  5. 4

    Ablöschen und sanft schmoren

    Zutaten für diesen Schritt

    Mit Rinderfond ablöschen und das Lorbeerblatt einlegen. Das angebratene Fleisch samt ausgetretenem Saft zurück in den Topf geben. Alles einmal aufkochen, dann die Hitze so weit reduzieren, dass die Suppe nur leise simmert. Zugedeckt etwa 90–120 Minuten schmoren, bis das Fleisch bei der Gabelprobe deutlich nachgibt, aber noch nicht zerfällt.

    Notiz

    Leises Schmoren macht Rinderwade mürbe. Starkes Kochen lässt die Fleischfasern trockener wirken und trübt die Brühe unnötig.

  6. Abschnitt

    Kartoffeln, Gemüse und Finish

  7. 5

    Fleischgabelprobe machen

    Ein Fleischstück aus der Suppe heben und mit einer Gabel prüfen. Es soll sich mit leichtem Druck faserig teilen lassen, aber noch stabil genug sein, um weiterzugaren. Wirkt es noch federnd oder zäh, zugedeckt weiter schmoren und die Einlage erst danach zufügen.

    Notiz

    Kartoffeln zu früh zuzugeben ist der häufigste Grund für zerfallene Stücke, während das Fleisch noch nicht weich ist.

  8. 6

    Kartoffeln, Spitzpaprika und Karotten garen

    Zutaten für diesen Schritt

    Kartoffeln und Karotten waschen, schälen und schneiden; die Spitzpaprika entkernen und in breite Stücke schneiden. Alles in die leise siedende Suppe geben und vorsichtig unterheben. Offen oder halb zugedeckt etwa 25–30 Minuten garen, bis die Kartoffeln innen weich sind, die Kanten aber noch Form behalten.

    Notiz

    Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind hier ideal, weil sie die Suppe leicht binden und trotzdem nicht sofort zerfallen.

  9. 7

    Sämigkeit über Reduktion einstellen

    Den Deckel abnehmen und die Gulaschsuppe einige Minuten offen sanft einkochen lassen, bis die Brühe kräftig rot, leicht gebunden und nicht wässrig wirkt. Dabei gelegentlich am Topfboden entlang rühren, damit Kartoffelstärke bindet, ohne die Stücke zu zerdrücken.

    Notiz

    Keine Mehlbindung nötig: Zwiebeln, Kartoffeln und Reduktion reichen für eine natürliche, suppige Sämigkeit.

  10. 8

    Mit Säure, Salz und Pfeffer abrunden

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Lorbeerblatt entfernen. Die zweite Salzmenge, schwarzen Pfeffer und Apfelessig einrühren. Die Petersilie grob hacken und erst kurz vor dem Servieren darüberstreuen, damit sie frisch schmeckt und die kräftige Paprikabrühe auflockert.

    Notiz

    Der Essig soll nicht sauer hervorschmecken, sondern die Paprikanoten klarer und lebendiger machen.

  11. 9

    Ruhen lassen und heiß servieren

    Die fertige Gulaschsuppe abseits der Hitze kurz ruhen lassen. Dabei setzen sich Gewürze und Fett, die Kartoffeln nehmen noch etwas Brühe auf und der Geschmack wird runder. Danach vorsichtig umrühren und heiß in tiefe Teller oder Schalen geben.

    Notiz

    Pur ist die Suppe ein vollwertiges Hauptgericht. Bauernbrot, Brötchen oder Baguette passen gut dazu, weil sie die würzige Brühe aufnehmen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

469.6 kcal

pro Portion

2817.6 kcal

gesamt aktuell (6 Portionen)

Kohlenhydrate

39.6 g

pro Portion

237.9 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Protein

42 g

pro Portion

252.3 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Fett

15.9 g

pro Portion

95.2 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Ballaststoffe

7.83 g

pro Portion

47 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Zucker

9.59 g

pro Portion

57.5 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Salz

4.02 g

pro Portion

24.1 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Anmerkung

Ein schwerer, großer Schmortopf ist ideal, weil er Hitze gleichmäßig hält und gute Röstaromen liefert. Die Suppe wird nicht mit Mehl gebunden, sondern durch lange ausgearbeitete Zwiebeln, Kartoffelstärke und sanftes Reduzieren sämig. Am nächsten Tag schmeckt sie noch runder; beim Aufwärmen nur leise erhitzen, damit Fleisch und Kartoffeln nicht zerfallen.

FAQ

Häufige Fragen

Paprikapulver enthält feine Schwebstoffe und natürliche Zuckerstoffe, die bei zu hoher Hitze schnell verbrennen. Deshalb kommt es erst nach der Zwiebelbasis in den Topf, wird nur kurz bei reduzierter Hitze eingerührt und anschließend direkt abgelöscht.

Bei der Fleischgabelprobe sollte ein Stück Rind mit leichtem Druck nachgeben und sich faserig teilen lassen. Wirkt es noch elastisch oder fest, braucht es mehr Schmorzeit. Kartoffeln erst danach zugeben, damit sie nicht zerfallen.

Rinderwade braucht deutlich länger als Kartoffeln, Paprika und Karotten. Kommt die Einlage zu früh hinein, wird sie matschig, während das Fleisch noch zäh sein kann. Spätes Zugeben sorgt für mürbes Fleisch und erkennbare Gemüsestücke.

Ja, sogar sehr gut. Die Suppe schmeckt am nächsten Tag runder, weil Zwiebeln, Paprika und Rind weiter durchziehen. Nach dem Kochen rasch abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und beim Aufwärmen nur sanft erhitzen.

Die Suppe lässt sich einfrieren, allerdings werden Kartoffeln nach dem Auftauen etwas weicher und körniger. Für die beste Textur die Suppe langsam erhitzen und nicht stark rühren oder nach dem Auftauen frisch gegarte Kartoffelwürfel ergänzen.

Kräftiges Bauernbrot passt besonders gut, weil es die würzige Brühe aufnimmt. Auch helle Brötchen, Baguette oder kleine Semmelknödel funktionieren. Als frischer Kontrast schmecken Petersilie oder milde eingelegte Peperoni dazu.

Rinderschulter ist eine gute Alternative, weil sie beim Schmoren ebenfalls zart wird. Sehr mageres Kurzbratfleisch ist weniger geeignet: Es gart zwar schneller, liefert aber weniger Geschmack und kann in der Suppe trocken wirken.

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