Zwiebelfleisch aus dem Backofen mit Schweinenacken

Warmes Zwiebelfleisch aus dem Backofen: Schweinenacken schmort mit goldbraunen Zwiebeln in einer malzigen Bier-Brühe-Sauce butterzart.

Warmes Zwiebelfleisch im Backofen meint hier saftig geschmorten Schweinenacken, viele langsam gebräunte Zwiebeln und eine Sauce, die im geschlossenen Bräter rund und glänzend wird.

Zwiebelfleisch aus dem Backofen mit Schweinenacken fertig angerichtet
Vorbereitung

25 min

Ruhezeit

10 min

Kochen

2 h 10 min

Zutaten

Fleisch

Fleisch und Zwiebeln

Zwiebelbasis

Sauce

Finish

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Fleisch und Zwiebeln anrösten

  2. 1

    Schweinenacken trocken würzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schweinenacken mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen und in gleichmäßige, schmorfreundliche Stücke oder dicke Scheiben schneiden. Rundum würzen und kurz auf der Arbeitsfläche stehen lassen, während Pfanne oder Bräter richtig heiß werden.

    Notiz

    Gleichmäßige Stücke garen planbarer. Zu dünne Scheiben trocknen schneller aus, bevor das Bindegewebe weich wird.

  3. 2

    Fleisch kräftig anbraten

    Zutaten für diesen Schritt

    Rapsöl in einer breiten, schweren Pfanne oder direkt im ofenfesten Bräter stark erhitzen. Das Fleisch portionsweise einlegen, ohne die Fläche zu überfüllen, und von beiden Seiten dunkelgolden anbraten. Erst wenden, wenn es sich leicht vom Boden löst; danach herausnehmen und beiseitestellen.

    Notiz

    Nicht zu früh bewegen: Die Kruste bildet sich erst, wenn genug Feuchtigkeit verdampft ist. Dunkle Röstaromen sind erwünscht, schwarze Stellen nicht.

  4. 3

    Zwiebeln und Knoblauch schneiden

    Zwiebeln schälen, halbieren und in stabile Streifen schneiden, die beim Schmoren nicht komplett zerfallen. Knoblauch fein hacken. Die Zwiebelstreifen dürfen etwas dicker bleiben, denn sie sollen Süße entwickeln und später noch sichtbar in der Sauce liegen.

    Notiz

    Sehr fein geschnittene Zwiebeln brennen beim Bräunen schneller an und verschwinden später fast vollständig in der Sauce.

  5. 4

    Zwiebeln kontrolliert bräunen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Hitze auf mittel bis mittelstark reduzieren, restliches Rapsöl in den Bräter geben und die Zwiebeln einrühren. Unter regelmäßigem Wenden braten, bis sie weich werden, deutlich Volumen verlieren und goldbraune Ränder bekommen. Den Knoblauch erst gegen Ende kurz mitrösten.

    Notiz

    Zu hohe Hitze macht Zwiebeln bitter. Lieber geduldig bräunen, bis sie süßlich riechen und am Boden nur aromatische, lösbare Röstspuren bleiben.

  6. 5

    Saucenbasis mit Röstaromen ansetzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Tomatenmark, Senf, Weizenmehl und Paprikapulver zu den gebräunten Zwiebeln geben und unter Rühren kurz anrösten. Die Masse soll am Boden leicht ansetzen und nussig duften, aber nicht trocken verbrennen. Dadurch bekommt die Sauce Farbe, Bindung und Tiefe.

    Notiz

    Paprikapulver wird bei zu starker Hitze bitter. Deshalb nur kurz rösten und danach zügig ablöschen.

  7. 6

    Mit Bier und Brühe zur Schmorsauce lösen

    Zutaten für diesen Schritt

    Mit Bier ablöschen und den Bodensatz sorgfältig losrühren, bis nichts Hartes mehr am Bräter klebt. Rinderbrühe angießen, Lorbeerblätter und Majoran einrühren und alles einmal aufkochen lassen, bis die Sauce sichtbar glatter wird und die Zwiebeln gleichmäßig darin liegen.

    Notiz

    Ein sauber gelöster Bratensatz schmeckt rund und würzig. Angebrannte schwarze Partikel würden die ganze Sauce bitter machen.

  8. Abschnitt

    Im Backofen schmoren

  9. 7

    Fleisch in die Sauce legen und abdecken

    Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das angebratene Fleisch samt ausgetretenem Fleischsaft in die Zwiebel-Sauce legen, sodass es teilweise bedeckt ist. Den Bräter fest schließen und auf die mittlere Schiene stellen, damit die Sauce ruhig schmort statt wild zu kochen.

    Notiz

    Das Fleisch muss nicht vollständig untergehen. Wichtig ist ein geschlossener Garraum, damit Dampf, Sauce und Fleischsaft zusammenarbeiten.

  10. 8

    Flüssigkeitsstand während des Schmorens prüfen

    Nach etwa der Hälfte der Garzeit den Bräter vorsichtig öffnen und den Flüssigkeitsstand kontrollieren. Die Sauce soll sichtbar am Fleisch stehen und leise blubbern. Wirkt der Boden fast trocken, einen kleinen Schluck heißes Wasser angießen und den Bräter sofort wieder schließen.

    Notiz

    Häufiges Öffnen verlängert die Garzeit. Ein kurzer Kontrollblick reicht, damit nichts ansetzt und die Sauce nicht zu stark einkocht.

  11. 9

    Bis zur deutlichen Fleischzartheit schmoren

    Weitergaren, bis sich der Schweinenacken mit einer Gabel leicht eindrücken lässt und die Fasern ohne Kraft nachgeben. Je nach Zuschnitt liegt der ideale Punkt nach etwa 1 bis 2 Stunden Schmorzeit. Ist das Fleisch noch federnd oder zäh, braucht es einfach mehr Zeit im geschlossenen Bräter.

    Notiz

    Zähes Schmorfleisch ist meistens nicht übergart, sondern noch nicht fertig. Erst wenn das Bindegewebe weich wird, entsteht die saftige Textur. Ein Ofenthermometer kann helfen, starke Temperaturschwankungen zu erkennen; die Gabelprobe bleibt hier entscheidend.

  12. Abschnitt

    Sauce fertigstellen und servieren

  13. 10

    Sauce prüfen und ausgewogen abschmecken

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Bräter aus dem Ofen nehmen, Lorbeerblätter entfernen und die Sauce vorsichtig umrühren, ohne das zarte Fleisch zu zerreißen. Abschmecken. Ist die Sauce zu dünn, das Fleisch kurz herausheben und die Sauce offen einkochen lassen, bis sie glänzend am Löffel haftet.

    Notiz

    Der Essig soll nicht sauer vorschmecken, sondern die Zwiebelsüße klarer machen und die malzige Sauce frischer wirken lassen.

  14. 11

    Kurz ruhen lassen und heiß servieren

    Das Zwiebelfleisch vor dem Servieren abgedeckt kurz ruhen lassen, damit sich Fleischsaft und Sauce beruhigen. Danach die Stücke mit reichlich goldbraunen Zwiebeln und glänzender Sauce auf warmen Tellern anrichten. Beim Servieren nicht stark rühren, damit die Fleischstücke saftig bleiben.

    Notiz

    Reste lassen sich sehr gut aufwärmen, weil die Sauce das Fleisch schützt und am nächsten Tag oft noch runder schmeckt.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

649.5 kcal

pro Portion

3897.2 kcal

gesamt aktuell (6 Portionen)

Kohlenhydrate

18.2 g

pro Portion

109.2 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Protein

37.1 g

pro Portion

222.6 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Fett

46 g

pro Portion

275.9 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Ballaststoffe

3.06 g

pro Portion

18.4 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Zucker

6.43 g

pro Portion

38.6 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Salz

3.3 g

pro Portion

19.8 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Anmerkung

Dieses Rezept beschreibt ausschließlich warmes Zwiebelfleisch aus dem Backofen. Kaltes eingelegtes Zwiebelfleisch, westfälisches gekochtes Rindfleisch mit süß-saurer Zwiebelsauce, DDR-Varianten und Dutch-Oven-Zubereitungen sind andere Gerichte.

FAQ

Häufige Fragen

Schweinenacken ist ideal, weil er genug Fett und Bindegewebe hat, um beim Schmoren saftig und mürbe zu werden. Magerer Schweinerücken wird schneller trocken und ist für diese Ofenvariante weniger geeignet.

Ja. Ersetze das Bier durch kräftige Brühe oder ein alkoholfreies, eher malziges Bier. Der Apfelessig am Ende hilft dann besonders, damit die Sauce nicht flach schmeckt.

Für ein rundes Ergebnis lohnt sich das unbedingt. Das Anbraten liefert Röstaromen, Farbe und Tiefe, die beim reinen Schmoren nicht entstehen. Ohne diesen Schritt schmeckt die Sauce deutlich blasser.

Am zuverlässigsten ist ein schwerer Bräter mit gut schließendem Deckel, weil er Hitze gleichmäßig hält und Feuchtigkeit im Gericht lässt. Eine tiefe Auflaufform funktioniert nur, wenn sie wirklich dicht abgedeckt wird.

Dann war es meist noch nicht lange genug im Schmorbereich. Schweinenacken wird erst weich, wenn das Bindegewebe ausreichend umgewandelt ist. Deckel wieder schließen und weitergaren, bis die Gabel ohne Widerstand hineingleitet.

Sehr gut sogar. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank lagern und langsam in der Sauce erwärmen, damit das Fleisch nicht austrocknet. Falls die Sauce stark angezogen hat, beim Erwärmen schluckweise Flüssigkeit einrühren.

Die Sauce soll die Zwiebeln sichtbar umhüllen, glänzen und leicht am Löffel haften. Wirkt sie wässrig, kurz offen einkochen lassen. Ist sie zu kräftig eingekocht, hilft vorsichtig eingerührte heiße Flüssigkeit.

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