Wrap-Teig selber machen – weiche Weizenfladen ohne Hefe
Neutraler Wrap-Teig aus der Pfanne: elastisch geknetet, dünn ausgerollt und sofort abgedeckt, damit die Fladen weich und rollbar bleiben.
Der Weizenteig ruht vor dem dünnen Ausrollen. In der heißen trockenen Pfanne entstehen kleine braune Flecken; gestapelt bleiben die Fladen biegsam.

Zutaten
Wrap-Teig
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Teig ansetzen und ruhen lassen
- 1
Mehl, Salz, Wasser und Öl zusammenführen
Zutaten für diesen Schritt
Den für den Teig vorgesehenen Anteil Weizenmehl Type 550 in eine Rührschüssel geben und mit feinem Meersalz gründlich mischen, damit keine salzigen Stellen entstehen. Warmes Wasser und raffiniertes Rapsöl zugeben und alles erst mit einem Teigmischer oder Löffel, dann mit der Hand zu einem weichen, noch etwas rauen Teig zusammendrücken.
Notiz
Der Teig darf anfangs ungleichmäßig wirken. Wichtig ist nur, dass am Schüsselboden keine trockenen Mehlnester bleiben.
- 2
Teig elastisch kneten
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und so lange kneten, bis er glatter wird und beim Drücken langsam zurückfedert. Kein zusätzliches Mehl einarbeiten: Leicht klebrige Stellen verschwinden beim Kneten oft von selbst, während zu viel Mehl die fertigen Wraps trocken und brüchig macht.
Notiz
Fühlt sich der Teig fest oder rissig an, die Hände leicht anfeuchten und weiterkneten, statt ihn mit Mehl fester zu machen.
- 3
Abgedeckt entspannen lassen
Den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel legen und direkt abdecken, damit die Oberfläche nicht antrocknet. Bei Raumtemperatur 30 Minuten ruhen lassen, bis er spürbar weicher und dehnbarer ist; dadurch lassen sich später runde, dünne Fladen ausrollen.
Notiz
Eine angetrocknete Teighaut bleibt beim Ausrollen störend und wird nach dem Backen schnell hart. Deshalb die Schüssel wirklich dicht abdecken.
Abschnitt
Portionieren und dünn ausrollen
- 4
Teig in gleich große Stücke teilen
Den geruhten Teig kurz zu einer dicken Rolle formen und in acht gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer glatten Kugel schleifen, flach drücken und wieder abdecken, während du nacheinander weiterarbeitest. So trocknen die Ränder nicht aus und die Wraps bekommen später keine harten Bruchkanten.
Notiz
Am saubersten gelingt das Portionieren mit einer Waage. Gleich große Teiglinge brauchen in der Pfanne ähnlich lange und lassen sich später besser stapeln.
- 5
Sehr dünn und rund ausrollen
Zutaten für diesen Schritt
Die Arbeitsfläche sparsam mit dem zurückbehaltenen Weizenmehl Type 550 bestäuben und einen Teigling dünn ausrollen. Den Fladen nach jedem Rollzug leicht drehen, bis er fast papierdünn wirkt und zur Pfannenfläche passt. Überschüssiges Mehl vor dem Backen sanft abklopfen, sonst bräunt es in der trockenen Pfanne bitter.
Notiz
Ziel ist ungefähr 1 mm Stärke. Springt der Teig stark zurück, kurz abdecken und entspannen lassen, dann weiterrollen.
Abschnitt
Trocken backen und weich halten
- 6
Pfanne trocken vorheizen
Eine große Pfanne ohne Fett auf mittelhohe bis hohe Temperatur vorheizen. Sie ist bereit, wenn ein aufgelegter Teigfladen zügig kleine Blasen bildet, aber nicht innerhalb weniger Sekunden dunkel wird. Die Hitze nach dem ersten Fladen fein nachregeln, falls die Flecken zu schnell oder zu langsam entstehen.
Notiz
Öl gehört hier nicht in die Pfanne. Der Teig enthält bereits Fett und soll trocken gebacken werden.
- 7
Ersten Wrap kurz backen
Einen ausgerollten Fladen in die heiße, trockene Pfanne legen und backen, bis sich Blasen heben und unten einzelne hellbraune Flecken erscheinen. Wenden und die zweite Seite ebenfalls nur kurz backen. Der Wrap soll gar sein, aber noch weich wirken; großflächig dunkle Stellen bedeuten zu viel Hitze oder zu lange Pfannenzeit.
Notiz
Als Orientierung reichen meist 30 bis 45 Sekunden pro Seite. Die genaue Zeit hängt von Pfanne, Herd und Ausrollstärke ab.
- 8
Sofort stapeln und abdecken
Den fertigen Fladen direkt aus der Pfanne auf einen Teller legen und sofort mit einem sauberen Küchentuch oder einem passenden Deckel abdecken. Der leichte Dampf im Stapel macht die Oberfläche geschmeidig und gleicht kleine trockene Stellen aus. Diesen Schritt nicht auf später verschieben, sonst werden die Wraps am Rand spröde.
Notiz
Besonders weich bleiben die Fladen, wenn der ganze Stapel locker in ein Tuch eingeschlagen oder zwischen zwei Tellern warm gehalten wird.
- 9
Alle Fladen fertig backen
Die übrigen Teiglinge nacheinander ausrollen, in der trockenen Pfanne backen und immer sofort auf den abgedeckten Stapel legen. Falls zu viel loses Mehl in der Pfanne bräunt, die Pfanne zwischendurch trocken auswischen. Die Wraps nach dem Backen kurz im Stapel liegen lassen, damit sie gleichmäßig weich werden.
Notiz
Zum Füllen schmecken die Wraps lauwarm am besten. Kalte Fladen lassen sich kurz in der trockenen Pfanne oder gut abgedeckt erwärmen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
402.1 kcal
pro Portion
1608.3 kcal
gesamt aktuell (4 Portionen)
Kohlenhydrate
72 g
pro Portion
288 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Protein
10.5 g
pro Portion
42 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Fett
7.26 g
pro Portion
29 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Ballaststoffe
3.2 g
pro Portion
12.8 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Zucker
1 g
pro Portion
4 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Salz
2.01 g
pro Portion
8.04 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Anmerkung
Ergibt 8 große Wrap-Fladen für eine Pfanne mit etwa 24 bis 28 cm Durchmesser, also 4 normale Portionen mit je 2 Wraps. Bei dieser Grundmenge wiegt ein Teigling ungefähr 83 g; beim Skalieren das Gesamtgewicht des fertigen Teigs neu durch die gewünschte Stückzahl teilen. Die Pfanne bleibt trocken, zusätzliches Öl ist nicht nötig und macht die Oberfläche weniger typisch.
FAQ
Häufige Fragen
Meist wurden sie zu lange gebacken, zu dick ausgerollt oder nach dem Backen nicht sofort abgedeckt. Wraps sollen nur kleine braune Flecken bekommen, nicht knusprig werden. Direktes Stapeln unter einem Tuch hält die Restfeuchte im Fladen.
Ja, das klappt gut. Den gekneteten Teig abgedeckt im Kühlschrank lagern und vor dem Ausrollen wieder Raumtemperatur annehmen lassen. Ist er noch zu kalt, zieht er sich beim Rollen stärker zusammen.
Weizenmehl Type 550 ist ideal, weil es genug Struktur für dünne, elastische Fladen liefert. Type 405 funktioniert ebenfalls, wird aber etwas zarter. Vollkornmehl macht die Wraps kräftiger und weniger biegsam.
Sehr dünn: Der Fladen sollte fast papierdünn wirken und ungefähr zur Pfannengröße passen. Ist er deutlich dicker, braucht er länger, trocknet stärker aus und lässt sich später schlechter rollen.
Ja, vollständig abgekühlte Wraps lassen sich gut einfrieren. Am besten mit kleinen Stücken Backpapier dazwischen stapeln, luftdicht verpacken und später abgedeckt auftauen, damit sie nicht austrocknen.
Ein wenig Öl macht den Teig geschmeidiger und die Fladen nach dem Backen biegsamer. Ganz ohne Öl gelingen sie zwar, trocknen aber schneller aus und brechen beim Rollen leichter.