Schmorgurken mit Dill und Senf

Schmorgurken mit Dill und Senf werden entkernt, offen angeschmort und mit Schmand gebunden. So garen die Gurkenstücke in wenig Sauce und behalten Biss.

Vor dem Schneiden steht der Bitterkeitscheck. In der offenen Pfanne verdampft Gurkenwasser; Dill und Senf kommen erst nach dem Schmoren zur Schmandbindung.

Schmorgurken mit Dill und Senf fertig angerichtet
Vorbereitung

20 min

Ruhezeit

2 min

Kochen

25 min

Zutaten

Gurken und Basis

Schmorsud und Rahmbindung

Frisches Finish

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Gurken sicher vorbereiten

  2. 1

    Schälen, entkernen und Bitterkeit prüfen

    Zutaten für diesen Schritt

    Gurken vollständig schälen, längs halbieren und das wässrige Kerngehäuse mit einem Löffel herauskratzen. Ein kleines rohes Stück probieren: Schmeckt es deutlich bitter, die ganze Gurke entsorgen. Unauffällige Gurken in gleichmäßige Halbmonde schneiden.

    Notiz

    Bitterkeit kann auf Cucurbitacine hinweisen. Bittere Gurken nicht durch stärkeres Schälen oder längeres Garen zu retten versuchen.

  3. Abschnitt

    Anschmoren und garen

  4. 2

    Zwiebeln vier Minuten glasig dünsten

    Zutaten für diesen Schritt

    Zwiebeln schälen und fein würfeln. Butter und Rapsöl in einer breiten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln mit dem ersten Salzanteil hineingeben und etwa 4 Minuten glasig dünsten, ohne sie zu bräunen.

    Notiz

    Dunkle Röststellen würden die milde Dill-Senf-Sauce unnötig herb machen.

  5. 3

    Gurken vier Minuten offen anschmoren

    Vorbereitete Gurkenstücke zu den Zwiebeln geben und die Hitze leicht erhöhen. Etwa 4 Minuten offen anschmoren, bis die Schnittflächen glänzen und die Flüssigkeit am Pfannenboden deutlich weniger geworden, aber noch nicht vollständig verdampft ist. Nur gelegentlich wenden.

    Notiz

    Die Gurken müssen nicht bräunen. Der offene Start verringert die Wassermenge in der späteren Sauce.

  6. 4

    Mit Brühe acht bis zwölf Minuten schmoren

    Zutaten für diesen Schritt

    Gemüsebrühe angießen und den zweiten Salzanteil einrühren. Deckel auflegen und die Gurken bei sanfter bis mittlerer Hitze 8 bis 12 Minuten schmoren, bis sie weich sind, beim Einstechen aber noch leichten Widerstand zeigen.

    Notiz

    Einmal früh prüfen: Zu starkes Kochen oder zu lange Garzeit lässt die Gurken zerfallen.

  7. 5

    Schmorsud drei bis fünf Minuten reduzieren

    Deckel abnehmen und den Sud 3 bis 5 Minuten offen einkochen, bis am Pfannenboden nur noch eine konzentrierte Flüssigkeit steht. Die Gurken vorsichtig schwenken und die Pfanne nicht trockenlaufen lassen.

    Notiz

    Zu viel verbleibender Sud verdünnt später den Schmand und verhindert eine haftende Sauce.

  8. Abschnitt

    Schmandbindung und Dill-Finish

  9. 6

    Schmand, Senf und Stärke zwei Minuten binden

    Zutaten für diesen Schritt

    Hitze klein stellen. Schmand, körnigen Senf, mittelscharfen Senf und Speisestärke glatt verrühren, unter die Gurken ziehen und etwa 2 Minuten sanft erhitzen, bis die Sauce den Löffelrücken überzieht. Nicht sprudelnd kochen.

    Notiz

    Zimmerwarmer Schmand verbindet sich leichter mit dem heißen Sud als direkt kalter Schmand.

  10. 7

    Mit Dill, Essig, Zucker und Pfeffer abschließen

    Zutaten für diesen Schritt

    Dill fein schneiden und mit Apfelessig, Zucker und Pfeffer unter die gebundenen Schmorgurken rühren. Nur noch etwa 1 Minute heiß werden lassen, damit der Dill deutlich erkennbar bleibt und der Schmand nicht ausflockt.

    Notiz

    Dill verliert bei langer Hitze schnell Aroma und kommt deshalb erst am Ende dazu.

  11. 8

    Zwei Minuten ruhen lassen und servieren

    Pfanne vom Herd ziehen und die Schmorgurken 2 Minuten ruhen lassen. Vor dem Servieren prüfen, ob die Sauce die Gurkenstücke dünn überzieht und keine wässrige Brühe am Pfannenboden steht.

    Notiz

    Beim Ruhen zieht die Bindung leicht nach. Falls nötig, nur mit dem vorhandenen Pfannensud lockern.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

251.4 kcal

pro Portion

1005.6 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

16.9 g

pro Portion

67.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

4.22 g

pro Portion

16.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

18 g

pro Portion

72.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

3.39 g

pro Portion

13.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

9.23 g

pro Portion

36.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

2.34 g

pro Portion

9.38 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Deutlich bitter schmeckende rohe Gurken wegen möglicher Cucurbitacine vollständig entsorgen. Schälen, Einlegen oder Garen macht sie nicht sicher. Als Beilage passen Kartoffeln oder Reis.

FAQ

Häufige Fragen

Am besten sind echte Schmorgurken oder feste Landgurken mit dickerer Schale und kräftigem Fruchtfleisch. Normale Salatgurken enthalten meist mehr Wasser und werden schneller weich; wenn du sie nutzt, unbedingt schälen, entkernen und besonders sparsam Flüssigkeit zugeben.

Deutlich bittere Gurken können Cucurbitacine enthalten. Diese Bitterstoffe verschwinden nicht zuverlässig durch Schälen, Salzen oder Garen. Deshalb wird eine bitter schmeckende Gurke komplett entsorgt und nicht teilweise weiterverarbeitet.

Entkerne die Gurken gründlich, schmore sie zuerst offen ohne Brühe an und gib anschließend nur wenig Flüssigkeit dazu. Vor dem Schmand muss der Schmorsud offen reduziert sein; erst dann kann die Rahmbindung an den Gurken haften.

Die Stücke sollen glasig und weich wirken, beim Hineinstechen aber noch etwas Widerstand haben. Zerfallen sie beim Rühren oder schwimmen sie in viel Sud, waren Hitze oder Garzeit meist zu stark beziehungsweise zu lang.

Ja, die fertigen Schmorgurken halten abgedeckt im Kühlschrank etwa zwei Tage. Zum Aufwärmen nur bei niedriger Hitze erwärmen und nicht stark kochen lassen, damit der Schmand glatt bleibt und der Dill nicht zu stark nachgart.

Crème fraîche ergibt eine etwas reichhaltigere Sauce, saure Sahne eine leichtere, aber empfindlichere Variante. Bei saurer Sahne besonders sanft erhitzen und nicht kochen. Für eine vegane Version eignen sich eine pflanzliche Kochcreme und Öl statt Butter.

Sehr gut passen Salzkartoffeln, Kartoffelstampf, Pellkartoffeln oder Reis, weil sie die Sauce aufnehmen. Als Beilage schmeckt das Gurkengemüse zu milden Bratlingen, Fisch oder gekochten Eiern.

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