Plätzchen mit Marzipan und gemahlenen Mandeln

Mürbe Plätzchen mit Marzipan im Teig: kalt geriebene Rohmasse, kurze Knetzeit und klare Backzeichen für zarte Marzipanplätzchen ohne Klümpchen.

Kalte Marzipanrohmasse wird gerieben und zuerst mit Puderzucker gelockert. So verteilt sie sich fein im Teig, die Taler bleiben formbar und backen hell, zart und nicht trocken.

Plätzchen mit Marzipan und gemahlenen Mandeln fertig angerichtet
Vorbereitung

30 min

Ruhezeit

1 h 45 min

Kochen

24 min

Zutaten

Teig

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Marzipanteig ohne Klümpchen herstellen

  2. 1

    Marzipan reiben und mit Zucker lockern

    Zutaten für diesen Schritt

    Die gut gekühlte Marzipanrohmasse auf der groben Seite einer Reibe direkt in eine Rührschüssel raspeln. Den gesiebten Puderzucker und den Bourbon-Vanillezucker dazugeben. Die Bio-Zitrone fein abreiben, dabei nur die gelbe Schale verwenden. Alles mit den Fingerspitzen oder dem Flachrührer kurz verreiben, bis die Marzipanraspel trocken ummantelt wirken und keine klebrigen Nester mehr sichtbar sind.

    Notiz

    Nicht cremig rühren: Eine lockere, krümelige Mischung verteilt sich später besser im Teig.

  3. 2

    Kalte Butter nur kurz einarbeiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Süßrahmbutter direkt aus dem Kühlschrank in kleine Würfel schneiden und mit dem feinen Meersalz zur Marzipanmischung geben. Mit den Fingerspitzen zügig einreiben oder in der Küchenmaschine auf niedriger Stufe mischen, bis unregelmäßige, feuchte Streusel entstehen. Die Butter soll sichtbar verteilt sein, aber nicht schmelzen oder zu einer geschlossenen Masse werden.

    Notiz

    Wird die Butter warm, klebt der Teig schneller und die Plätzchen laufen beim Backen stärker auseinander.

  4. 3

    Mehl, Mandeln und Backpulver kurz binden

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl, blanchierte gemahlene Mandeln und Weinsteinbackpulver separat kurz vermischen, dann zur Butter-Marzipan-Masse geben. Nur so lange unterarbeiten, bis keine trockenen Mehlnester mehr am Schüsselboden liegen und der Teig beim Zusammendrücken hält. Er darf noch leicht bröselig aussehen; zu langes Kneten macht die Plätzchen fester statt mürbe.

    Notiz

    Falls du von Hand arbeitest, den Teig eher zusammendrücken als kneten. Das schont die zarte, mürbe Struktur.

  5. 4

    Teig flach drücken und kontrolliert kühlen

    Den Teig auf die Arbeitsfläche geben, einmal kompakt zusammenschieben und zu einer flachen Platte formen. In Backpapier oder Frischhaltefolie einschlagen und 60 Minuten kalt stellen, bis er fest, aber noch gut formbar ist. Er soll sich nicht fettig anfühlen und beim Portionieren saubere Kanten behalten, darf aber nicht steinhart werden.

    Notiz

    Eine flache Platte kühlt gleichmäßiger als eine dicke Kugel und ist später schneller wieder formbar.

  6. Abschnitt

    Gleichmäßig formen und kalt in den Ofen bringen

  7. 5

    Backofen vorheizen und Bleche vorbereiten

    Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Den gekühlten Teig aus der Kühlung nehmen und kurz auf der Arbeitsfläche liegen lassen, falls er beim Drücken bricht; er soll formbar sein, aber nicht weich werden.

    Notiz

    Für gleichmäßige Bräunung die Bleche bei Ober-/Unterhitze nacheinander auf mittlerer Schiene backen.

  8. 6

    Taler formen und mit Abstand setzen

    Vom Teig gleichmäßige Portionen abnehmen, zwischen den Handflächen kurz rund rollen und zu Talern von ca. 4,5 cm Durchmesser und 8 mm Dicke flach drücken. Die Ränder bei Bedarf mit den Fingern glätten, damit sie nicht trocken ausfransen. Die Taler mit etwas Abstand auf die Bleche setzen, weil die Butter im Ofen leicht anschmilzt und die Plätzchen minimal breiter werden.

    Notiz

    Die Taler gleichmäßig formen; zu dünne Ränder bräunen schneller und werden trocken. Maßgeblich sind eine einheitliche Dicke und geschlossene Ränder.

  9. 7

    Geformte Plätzchen kurz nachkühlen

    Die belegten Bleche vor dem Backen 15 Minuten kalt stellen oder an einen sehr kühlen Ort stellen, bis die Oberfläche der Teiglinge nicht mehr weich glänzt. Dieser Kälteschub hilft, dass die Marzipanplätzchen ihre Form halten und im Ofen nicht zu stark verlaufen.

    Notiz

    Besonders in warmen Küchen lohnt sich dieser Schritt; er ist die beste Versicherung gegen flache, fettige Plätzchen.

  10. Abschnitt

    Hell backen, auskühlen lassen und lagern

  11. 8

    Backen, bis Rand und Oberfläche gesetzt sind

    Die Bleche nacheinander auf mittlerer Schiene jeweils 10–12 Minuten backen, bis die Oberfläche matt wirkt, die Ränder stabil sind und eine helle goldgelbe Randfärbung sichtbar ist. Die Unterseite soll leicht goldgelb, die Oberseite hell bleiben. Die Plätzchen direkt nach dem Backen noch nicht bewegen, weil sie warm weich sind und leicht brechen.

    Notiz

    Lieber eine Minute früher prüfen: Marzipan und Mandeln bräunen nach kurzer Zeit deutlich schneller.

  12. 9

    Vollständig auskühlen und fein bestäuben

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Plätzchen nach dem Backen 5 Minuten auf dem Blech anziehen lassen. Dann vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und dort weitere 25 Minuten vollständig auskühlen lassen, bis sie auch an der Unterseite Raumtemperatur haben und fest sind. Erst danach den Puderzucker dünn darüber sieben. Auf warmen Plätzchen würde der Zucker schmelzen und fleckig werden, statt eine feine, trockene Schicht zu bilden.

    Notiz

    Die mürbe Konsistenz ist erst nach dem kompletten Auskühlen stabil.

  13. 10

    Marzipanplätzchen trocken und mürbe lagern

    Die vollständig abgekühlten Plätzchen in eine gut schließende Keksdose legen und zwischen empfindliche Lagen etwas Backpapier geben. Kühl und trocken gelagert bleibt die Oberfläche zart mürbe. Nicht zusammen mit sehr feuchtem Gebäck lagern, sonst ziehen die Plätzchen Feuchtigkeit und werden weich statt fein krümelig.

    Notiz

    Nach einem Tag in der Dose schmeckt das Marzipanaroma meist noch runder.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

395.7 kcal

pro Portion

3957.1 kcal

gesamt aktuell (10 Portionen)

Kohlenhydrate

37.2 g

pro Portion

371.7 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Protein

6.59 g

pro Portion

65.9 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Fett

24.5 g

pro Portion

244.6 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Ballaststoffe

3.27 g

pro Portion

32.7 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Zucker

18.1 g

pro Portion

180.8 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Salz

0.269 g

pro Portion

2.69 g

gesamt aktuell (10 Portionen)

Anmerkung

Die Plätzchen sollen oben hell bleiben. Ihre stabile, fein krümelige Textur entsteht erst beim vollständigen Auskühlen.

FAQ

Häufige Fragen

Marzipan klumpt vor allem, wenn es zu warm ist oder direkt mit weicher Butter verknetet wird. Reibe die Rohmasse kalt und vermische sie zuerst mit Puderzucker, damit die Raspel trocken ummantelt werden und sich gleichmäßig im Teig verteilen.

Der Teig soll nach dem Kühlen formbar sein und beim Portionieren saubere Kanten behalten. Ist er schmierig, braucht er mehr Kühlung. Ist er steinhart und bricht sofort, lass ihn kurz bei Raumtemperatur entspannen.

Ja, der Teig lässt sich gut am Vortag vorbereiten. Flach verpackt im Kühlschrank lagern und vor dem Formen nur so lange liegen lassen, bis er geschmeidig genug ist. Zu warm sollte er nicht werden, sonst verlaufen die Plätzchen stärker.

Fertig sind sie, wenn die Oberfläche matt ist, der Rand gesetzt wirkt und die Unterseite leicht goldgelb ist. Die Oberseite bleibt hell. Direkt aus dem Ofen sind die Plätzchen weich; ihre mürbe Struktur entsteht beim Abkühlen.

Den rohen Teig kannst du flach verpackt einfrieren und langsam im Kühlschrank auftauen lassen. Fertig gebackene Plätzchen lassen sich ebenfalls einfrieren, sollten danach aber unverpackt kurz nachtrocknen, bevor sie in die Keksdose kommen.

Das geht, wenn der Teig gut gekühlt ist und zwischen Backpapier ausgerollt wird. Für sehr filigrane Ausstecher ist dieser mürbe Marzipanteig weniger ideal; klare Formen mit nicht zu dünnen Rändern funktionieren am zuverlässigsten.

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