Cremiger griechischer Joghurt aus nur wenigen Zutaten, schonend erhitzt, fermentiert und anschließend abtropfen gelassen. Die Konsistenz wird besonders dicht und löffelfest, ideal für Frühstück, Desserts oder herzhafte Dips. Durch die selbst bestimmte Fermentationszeit lassen sich Säure und Festigkeit gut steuern. Das Rezept kommt ohne Zusatzstoffe aus und liefert eine eiweißreiche Grundlage für viele Variationen.
Zutaten
Basis
Zum Servieren (optional)
Anleitung
Vorbereitung
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Eine große, saubere Schicht im Topf vorbereiten, indem der Boden gründlich gespült wird, damit nichts ansetzt, und anschließend die kühle Vollmilch (1000 ml) hineingegossen wird. Unter regelmäßigem Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis deutlich Dampf aufsteigt und sich am Rand feine Bläschen bilden; dabei darauf achten, dass die Flüssigkeit nicht sprudelnd kocht, damit die Eiweiße schonend denaturieren und später eine stabile, cremige Struktur bilden.
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Die heiße Masse vom Herd nehmen und im Topf ruhen lassen, bis sie nur noch handwarm wirkt; zwischendurch gelegentlich mit einem sauberen Löffel umrühren, damit sich keine Haut bildet und die Temperatur gleichmäßig verteilt bleibt. Die Oberfläche sollte noch warm, aber angenehm berührbar sein, da zu starke Hitze die Kulturen aus der Naturjoghurt mit lebenden Kulturen (100 g) schädigen würde.
Fermentation
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Die zimmerwarme Naturjoghurt mit lebenden Kulturen (100 g) in eine kleine Schüssel geben und mit etwas der handwarmen Flüssigkeit aus dem Topf glatt rühren, bis eine homogene, leicht dickliche Mischung ohne Klümpchen entsteht. Diese Mischung anschließend zurück in den Topf zur restlichen Masse geben und mit einem Schneebesen ruhig, aber gründlich unterziehen, damit sich die Kulturen gleichmäßig verteilen und überall arbeiten können.
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Den Topf mit einem passenden Deckel schließen und in eine Umgebung stellen, die angenehm warm, aber nicht heiß ist, zum Beispiel in einen ausgeschalteten Backofen mit eingeschalteter Lampe oder in eine gut isolierte Box mit einer warmen Wärmflasche. Die Masse mehrere Stunden ungestört reifen lassen, bis sie deutlich dicker geworden ist, beim leichten Bewegen kaum noch schwappt und an der Oberfläche eine gleichmäßige, zarte Gelstruktur zeigt.
Abtropfen und Servieren
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Ein feinmaschiges Sieb über eine ausreichend hohe Schüssel stellen und mit einem sauberen Passiertuch oder einem großen Stück Mull auslegen, sodass die Ränder überstehen. Die gereifte Masse vorsichtig in das vorbereitete Sieb geben, das Tuch darüber schlagen und alles erneut für einige Stunden an einen kühlen Ort stellen, damit die überschüssige Flüssigkeit langsam ablaufen kann und eine besonders dichte, cremige Konsistenz entsteht, wie sie für griechische Zubereitungen typisch ist.
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Wenn die Masse die gewünschte Festigkeit erreicht hat, das Tuch vorsichtig anheben und den nun sehr cremigen Inhalt in einen luftdicht schließenden Behälter oder direkt in Portionsschalen streichen. Für eine süße Variante nach Wunsch mit Flüssiger Honig (20 g), Gehackte Walnüsse (30 g) und Frische Beeren (80 g) garnieren oder die Basis pur für herzhafte Dips und Saucen verwenden.
Anmerkung
Restlicher griechischer Joghurt hält sich in einem sauberen, gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank mehrere Tage frisch. Wird die Konsistenz zu fest, kann beim Servieren etwas kalte Milch oder Wasser eingerührt werden, bis die gewünschte Cremigkeit entsteht. Für besonders milden Geschmack die Fermentationszeit eher kürzer halten, für ausgeprägtere Säure entsprechend länger reifen lassen.