Dinkelvollkornbrot mit Hefe aus der Kastenform

Dinkelvollkornbrot mit Trockenhefe, weichem Vollkornteig und kräftiger Kruste – zuverlässig in der Kastenform gebacken.

Dinkelvollkornmehl bekommt genug Zeit zum Quellen, damit die Krume gleichmäßig durchbäckt. Sichtbare Garzeichen, heißes Anbacken und die Kerntemperaturprüfung machen das Kastenbrot zuverlässig.

Dinkelvollkornbrot mit Hefe aus der Kastenform fertig angerichtet
Vorbereitung

20 min

Ruhezeit

3 h 30 min

Kochen

55 min

Zutaten

Teig

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Teig ansetzen

  2. 1

    Trockene Zutaten gleichmäßig verteilen

    Zutaten für diesen Schritt

    Dinkelvollkornmehl, Trockenhefe, Rohrohrzucker und feines Meersalz in einer großen Rührschüssel gründlich vermischen. Besonders das Salz soll nicht als konzentrierte Stelle im Teig bleiben, weil es die Hefe lokal ausbremsen kann.

    Notiz

    Ein Schneebesen verteilt die trockenen Zutaten schneller und feiner als ein Löffel.

  3. 2

    Wasser einarbeiten und Vollkorn quellen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Lauwarmes Wasser, raffiniertes Rapsöl für den Teig und naturtrüben Apfelessig zugeben. Alles mit einem stabilen Teigschaber, einem kräftigen Löffel oder dem Knethaken auf niedriger Stufe verrühren, bis keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind. Der Teig soll weich, klebrig und eher rührbar sein, nicht wie ein straffer Brötchenteig. Abdecken und 20 Minuten quellen lassen. Danach soll der Teig sichtbar angedickt sein, zusammenhängend am Teigschaber haften und beim Rühren zäher nachziehen, aber weiterhin weich und klebrig bleiben.

    Notiz

    Wirkt der Teig anfangs sehr weich, ist das bei Dinkelvollkorn normal: Während der Quellzeit bindet die Kleie noch spürbar Flüssigkeit.

  4. 3

    Teig schonend entwickeln

    Den gequollenen Teig nochmals kurz und ruhig mischen: mit der Küchenmaschine auf niedriger bis mittlerer Stufe oder kräftig mit dem Löffel. Er ist fertig, wenn er zusammenhängender wirkt, am Schüsselrand zäh nachzieht und glänzend-feucht aussieht. Nicht lange weiterkneten, denn Dinkel kann bei Überknetung wieder schmierig werden.

    Notiz

    Ein Fensterprobentest ist bei diesem weichen Vollkornteig nicht nötig und oft irreführend.

  5. Abschnitt

    Formen und gehen lassen

  6. 4

    Kastenform vorbereiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Eine Kastenform innen sorgfältig mit dem raffinierten Rapsöl ausstreichen, auch in den Ecken. Wer eine ältere oder stark haftende Form nutzt, legt zusätzlich einen Backpapierstreifen längs hinein, damit das Brot nach dem Backen sauber herauskommt.

    Notiz

    Die Form sollte groß genug für sichtbaren Ofentrieb sein, aber nicht so groß, dass der Teig flach in ihr liegt.

  7. 5

    Teig in die Form bringen und Oberfläche glätten

    Den weichen Dinkelvollkornteig mit einer Teigkarte oder einem Teigschaber in die vorbereitete Kastenform geben. Die Oberfläche mit angefeuchtetem Werkzeug oder nassen Fingern glattstreichen und leicht kuppelförmig ziehen. Dabei nicht drücken wie bei einem festen Laib, sonst presst du unnötig Luft heraus.

    Notiz

    Kleine Risse an der Oberfläche sind jetzt unproblematisch; große Luftlöcher an den Rändern besser sanft schließen.

  8. 6

    Stückgare nach Volumen führen

    Die Form abdecken und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen. Nach 30 Minuten Stückgare den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, am besten mit einem Blech auf der unteren Schiene; den Teig dabei weiter abgedeckt gehen lassen. Backreif ist er, wenn er deutlich aufgegangen ist und knapp unter dem Formrand oder etwa auf Formrandhöhe steht. Die Oberfläche wirkt leicht gewölbt und zeigt kleine Poren. Fällt sie beim Anstupsen sofort ein, war die Gare zu lang; dann lieber sofort backen.

    Notiz

    Je nach Raumtemperatur dauert das meist 50–70 Minuten. Kühle Küchen brauchen länger, warme Fensterbänke können den Teig schneller reif machen.

  9. Abschnitt

    Backen, prüfen und auskühlen

  10. 7

    Ofentemperatur prüfen und Brot einschneiden

    Prüfen, ob der Backofen vollständig auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt ist und das Blech auf der unteren Schiene heiß ist. Erst wenn der Teig die beschriebenen Garzeichen erreicht hat, die Abdeckung abnehmen und die Teigoberfläche mit einem scharfen Messer längs etwa 1 cm tief einschneiden. Anschließend ohne weitere Wartezeit backen, damit der reife Teig nicht übergärt. Der Schnitt gibt dem Brot eine kontrollierte Öffnung, statt unregelmäßig an der Seite aufzureißen.

    Notiz

    Umluft trocknet die Oberfläche schneller aus; für dieses Kastenbrot ist Ober-/Unterhitze die sicherere Wahl.

  11. 8

    Heiß anbacken für Ofentrieb

    Die Kastenform auf das vorgeheizte Blech stellen und das Brot 15 Minuten bei 230 °C anbacken. Für etwas mehr Kruste kann eine hitzefeste Schale mit heißem Wasser im Ofen stehen; nach dem Anbacken wird sie wieder entfernt, damit die Kruste später kräftig bräunt.

    Notiz

    Die Ofentür in dieser Phase möglichst geschlossen halten, damit der Teig stabil aufgehen kann.

  12. 9

    Bei milderer Hitze durchbacken

    Die Temperatur auf 200 °C senken und das Dinkelvollkornbrot weitere 35–40 Minuten backen. Wird die Oberseite früh sehr dunkel, locker mit Backpapier abdecken. Für mehr Seitenkruste das Brot in den letzten 10 Minuten vorsichtig aus der Form heben und direkt auf dem Rost fertigbacken.

    Notiz

    Die Kruste darf kräftig braun sein; zu blass gebackenes Vollkornbrot schmeckt oft mehlig und wirkt in der Mitte feuchter.

  13. 10

    Durchbacken prüfen

    Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt und die Seiten stabil wirken. Noch genauer ist ein Thermometer: Die Kerntemperatur sollte 96–98 °C erreichen. Liegt sie darunter oder fühlt sich die Unterseite weich an, das Brot einige Minuten weiterbacken.

    Notiz

    Bei sehr saftigem Vollkornbrot ist die Kerntemperaturprüfung zuverlässiger als nur die Klopfprobe.

  14. 11

    Vollständig auskühlen lassen

    Das Brot sofort aus der Form lösen und auf einem Gitter mindestens 2 Stunden auskühlen lassen. Erst dann anschneiden: Während dieser Zeit setzt sich die Krume, Dampf entweicht und die Scheiben werden sauber statt klebrig. Warmes Brot duftet großartig, schneidet aber deutlich schlechter.

    Notiz

    Zum Aufbewahren das ausgekühlte Brot in ein sauberes Tuch wickeln oder in einem Brotkasten lagern; Schnittflächen zusätzlich abdecken.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

214 kcal

pro Portion

1926.4 kcal

gesamt aktuell (9 Portionen)

Kohlenhydrate

35.1 g

pro Portion

316 g

gesamt aktuell (9 Portionen)

Protein

8.09 g

pro Portion

72.8 g

gesamt aktuell (9 Portionen)

Fett

3.59 g

pro Portion

32.3 g

gesamt aktuell (9 Portionen)

Ballaststoffe

5.76 g

pro Portion

51.8 g

gesamt aktuell (9 Portionen)

Zucker

2 g

pro Portion

18 g

gesamt aktuell (9 Portionen)

Salz

1.12 g

pro Portion

10.1 g

gesamt aktuell (9 Portionen)

Anmerkung

Für eine Kastenform von etwa 25 cm Länge oder rund 1,5 l Inhalt. Das Brot ergibt ungefähr 12 Scheiben; als sättigende Brotportion gerechnet sind das etwa 9 normale Erwachsenenportionen.

FAQ

Häufige Fragen

Dinkelvollkornmehl nimmt viel Wasser auf, aber nicht sofort. Ein weicher, klebriger Teig ist für ein saftiges Kastenbrot richtig. Wird zu viel Mehl nachgegeben, wird das Brot kompakt und trocken.

Ja, das funktioniert. Ersetze die Trockenhefe durch frische Hefe und löse sie im lauwarmen Wasser an, bevor du die Flüssigkeit zum Mehl gibst. Die Gare bleibt trotzdem nach Volumen und Oberfläche geführt.

Die Kruste soll kräftig braun sein, die Unterseite hohl klingen und die Krume im Kern 96–98 °C erreichen. Gerade bei Vollkornbrot verhindert diese Prüfung eine klitschige Mitte.

Nach dem vollständigen Auskühlen hält sich das Brot 3–4 Tage in einem Brotkasten oder in ein sauberes Tuch gewickelt. Nicht luftdicht warm verpacken, sonst wird die Kruste weich und die Krume feucht.

Ja, Sonnenblumenkerne, Leinsamen oder Kürbiskerne passen gut. Röste feste Kerne vorher kurz an und gib sie nach der Quellzeit in den Teig. Bei sehr wasserbindenden Saaten braucht der Teig eventuell etwas mehr Feuchtigkeit.

Die Krume stabilisiert sich erst beim Abkühlen. Schneidest du das Brot heiß an, wirkt sie schnell klebrig oder reißt am Messer, obwohl das Brot eigentlich ausreichend gebacken wurde.

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