Apfelmus selber machen – samtig, fruchtig und haltbar

Fruchtiges Apfelmus aus wenigen Zutaten: sanft gekocht, fein püriert und mit klaren Tipps zum Einkochen, Einfrieren und Backen.

Wenig Flüssigkeit, etwas Zitronensaft und ein sanfter Garpunkt machen Apfelmus besonders aromatisch. Die Äpfel sollen weich zerfallen, aber nicht wässrig auskochen – so wird das Mus samtig und vielseitig.

Apfelmus selber machen – samtig, fruchtig und haltbar fertig angerichtet
Vorbereitung

15 min

Ruhezeit

10 min

Kochen

20 min

Zutaten

Apfelmus

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Äpfel vorbereiten

  2. 1

    Äpfel schälen und gleichmäßig schneiden

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Äpfel waschen, abtrocknen, schälen, vierteln und entkernen. Druckstellen großzügig entfernen, weil sie beim Kochen dumpf schmecken können. Die Viertel in ähnlich große Stücke schneiden, damit feste und mürbe Sorten gleichzeitig weich werden.

    Notiz

    Sehr feste Sorten lieber etwas kleiner schneiden, mürbe Sorten dürfen gröber bleiben.

  3. 2

    Zitrone an die Apfelstücke geben

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Bio-Zitrone auspressen und den Saft direkt über die Apfelstücke geben. Wer ein frischeres Aroma mag, reibt etwas gelbe Schale dazu, aber ohne weiße bittere Haut. Alles kurz wenden, damit die Apfelstücke nicht stark bräunen und später klar fruchtig schmecken.

    Notiz

    Zitronensaft macht das Apfelmus nicht sauer, sondern balanciert Süße und Apfelaroma.

  4. Abschnitt

    Apfelmus kochen

  5. 3

    Apfelstücke mit wenig Flüssigkeit starten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die vorbereiteten Äpfel samt Zitronensaft in einen Topf geben, den ersten Teil des Apfelsafts und das Salz hinzufügen und alles umrühren. Bei mittlerer Hitze mit Deckel erwärmen, bis deutlich Dampf entsteht. Nicht direkt mehr Flüssigkeit zugeben: Unter dem Deckel tritt meist eigener Apfelsaft aus.

    Notiz

    Falls die Äpfel am Topfboden ansetzen, die Hitze reduzieren und erst dann schluckweise vom zurückbehaltenen Apfelsaft ergänzen.

  6. 4

    Leise garen, bis die Äpfel zerfallen

    Die Hitze reduzieren und die Apfelstücke sanft köcheln lassen, bis sie auf Druck mit dem Löffel auseinanderfallen. Zwischendurch am Topfboden entlang rühren. Das Ziel sind weich gegarte Früchte mit wenig freier Flüssigkeit, nicht sprudelnd zerkochtes Kompott.

    Notiz

    Boskoop zerfällt oft schneller, Braeburn bleibt länger formstabil. Der Löffeltest ist zuverlässiger als die Uhr.

  7. 5

    Süße und Zimt am Ende abstimmen

    Zutaten für diesen Schritt

    Erst wenn die Äpfel weich sind, den Rohrohrzucker und den Ceylon-Zimt einrühren, wenn du sie verwendest. So lässt sich die Süße besser beurteilen, weil die Früchte beim Garen konzentrierter schmecken. Kurz weiterköcheln, bis sich der Zucker gelöst hat und das Aroma rund wirkt.

    Notiz

    Für Apfelmus als Backzutat den Zimt besser weglassen und nur sparsam süßen.

  8. Abschnitt

    Pürieren und Konsistenz einstellen

  9. 6

    Fein oder stückig pürieren

    Den Topf vom Herd ziehen und die weichen Äpfel direkt im Topf pürieren oder mit einem Stampfer zerdrücken. Für sehr samtiges Apfelmus den Pürierstab leicht schräg halten und nur mixen, bis keine groben Stücke mehr sichtbar sind. Wer es besonders fein mag, streicht das Mus anschließend durch ein Sieb.

    Notiz

    Spritzer vermeidest du, wenn der Pürierkopf vollständig im Mus steckt, bevor du ihn einschaltest.

  10. 7

    Konsistenz kurz nachziehen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das pürierte Apfelmus noch einmal erhitzen und dabei rühren, bis es gleichmäßig heiß und leicht glänzend ist. Wirkt es zu fest, mit dem zurückbehaltenen Apfelsaft lockern. Ist es zu dünn, offen köcheln lassen, bis es weich vom Löffel fällt.

    Notiz

    Nicht zu stark einkochen: Im Glas und nach dem Abkühlen zieht Apfelmus noch etwas an.

  11. Abschnitt

    Servieren und haltbar machen

  12. 8

    Heiß abfüllen für den Kühlschrank

    Das heiße Apfelmus in sehr saubere Gläser füllen, die Ränder sorgfältig abwischen, verschließen und langsam abkühlen lassen. Heißes Abfüllen reicht für den Kühlschrank, ersetzt aber kein sicheres Einkochen. Nach dem Öffnen immer mit einem sauberen Löffel entnehmen.

    Notiz

    Im Kühlschrank bleibt heiß abgefülltes Apfelmus einige Tage frisch, wenn sauber gearbeitet wurde.

  13. 9

    Für Vorrat sicher einkochen

    Für haltbares Apfelmus die verschlossenen Gläser in einen Einkochtopf oder großen Topf stellen und mit heißem Wasser bis knapp unter die Deckel bedecken. Bei gleichmäßiger Einkochtemperatur gründlich durcherhitzen, danach auf einem Tuch abkühlen lassen und prüfen, ob die Deckel fest sitzen. Trübe, gärende oder gewölbte Gläser entsorgen.

    Notiz

    Als Orientierung für säurehaltiges Apfelmus werden häufig 90 °C und etwa 30 Minuten genutzt; Glasgröße, Gerät und Herstellerangaben können abweichen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

125 kcal

pro Portion

750 kcal

gesamt aktuell (6 Portionen)

Kohlenhydrate

33 g

pro Portion

197.7 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Protein

0.671 g

pro Portion

4.03 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Fett

0.429 g

pro Portion

2.58 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Ballaststoffe

5.01 g

pro Portion

30.1 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Zucker

25.6 g

pro Portion

153.6 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Salz

0.052 g

pro Portion

0.309 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

FAQ

Häufige Fragen

Säuerlich-aromatische Sorten wie Boskoop, Elstar, Cox Orange oder Braeburn ergeben ein lebendiges Apfelmus. Eine Mischung aus mürben und festeren Äpfeln ist ideal: Die mürben zerfallen schnell, die festeren bringen Frische und Struktur.

Für sehr feines, helles Apfelmus ist Schälen die beste Wahl. Mit Schale wird das Mus rustikaler, etwas dunkler und je nach Sorte leicht herber. Dann besonders gründlich pürieren oder das Apfelmus nach dem Kochen durch ein Sieb streichen.

Nimm süß-säuerliche Äpfel und gib den optionalen Zucker erst ganz am Ende dazu – oder lasse ihn weg. Zitronensaft und eine kleine Prise Salz helfen, das Apfelaroma klarer wirken zu lassen, ohne dass das Mus extra süß sein muss.

Apfelmus vollständig abkühlen lassen, portionsweise in gefriergeeignete Behälter füllen und etwas Platz zum Ausdehnen lassen. Im Tiefkühler hält es mehrere Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und danach glatt rühren.

Fülle das Apfelmus kochend heiß in sterile, hitzefeste Gläser, verschließe sie und erhitze sie im Einkochtopf oder Wasserbad gleichmäßig durch. Wichtig sind intakte Deckel, saubere Ränder und ein fester Unterdruck nach dem Abkühlen. Bei gewölbten Deckeln, Gärgeruch oder Trübung das Glas entsorgen.

Ja, besonders gut funktioniert fein püriertes, nicht zu dünnes Apfelmus. Für Kuchen mit Apfelmus den Zimt weglassen, wenn der Teig neutral bleiben soll. Ist das Mus sehr flüssig, vor dem Backen offen etwas einkochen lassen.

Meist wurde zu viel Flüssigkeit zugegeben oder der Deckel blieb zu lange auf dem Topf. Starte mit wenig Apfelsaft, gare die Äpfel sanft und lasse das Mus nach dem Pürieren offen kurz eindicken, bis es weich vom Löffel fällt.

Frisch gekocht und sauber abgefüllt hält Apfelmus im Kühlschrank einige Tage. Eingefroren bleibt es mehrere Monate gut. Für längere Lagerung bei Raumtemperatur muss es korrekt eingekocht und vor dem Essen auf Geruch, Deckel und Aussehen geprüft werden.

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