Dieser Orangenkuchen wird aus ganzen, unbehandelten Orangen samt Schale zubereitet und dadurch besonders aromatisch. Durch das Vorkochen wird die Schale mild, während der Kuchen eine saftige, dichte Krume bekommt. Er passt ideal zum Kaffee oder als Dessert und bleibt auch am nächsten Tag noch sehr aromatisch. Die Säure der Frucht balanciert die Süße angenehm aus.
Zutaten
Fruchtbasis
Teig
Form & Finish
Anleitung
Fruchtbasis
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Weichgaren
Die gründlich gewaschenen Bio-Orangen (300 g) zusammen mit der Wasser (2000 ml) in einen Topf geben und langsam zum leisen Sieden bringen. Mit Deckel sanft garen, bis die Schale sehr weich ist und sich ohne Widerstand einstechen lässt; dabei darauf achten, dass alles immer gut bedeckt bleibt. Dieser Schritt mildert Bitterkeit aus der Schale und sorgt später für eine besonders saftige, homogene Masse. -
Pürieren
Die gegarten Bio-Orangen (300 g) aus der Flüssigkeit nehmen, gut abtropfen lassen und ausdampfen lassen, bis sie sicher zu handhaben sind. Dann längs aufschneiden, sichtbare Kerne entfernen und alles grob zerteilen. Die Stücke sehr fein pürieren, bis eine glatte, dicke Masse ohne grobe Schalenreste entsteht; bei Bedarf zwischendurch die Seiten des Mixbehälters abstreifen, damit alles gleichmäßig fein wird.
Form und Ofen
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Form vorbereiten
Eine Backform sorgfältig mit der Butter (15 g) ausstreichen und anschließend mit der Weizenmehl (10 g) dünn ausstäuben. Die Form dabei drehen und leicht abklopfen, damit nur ein feiner Film bleibt und keine dicken Stellen entstehen; so löst sich der Kuchen später sauber und der Rand wird gleichmäßig. -
Vorheizen
Den Ofen auf die im Rezept angegebene Temperatur vorheizen und ein Gitter mittig einschieben. Ein vollständig vorgeheizter Ofen sorgt dafür, dass der Teig direkt stabilisiert, gleichmäßig aufgeht und nicht unnötig austrocknet.
Teig
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Aufschlagen
Die weiche Butter (120 g) mit dem Zucker (200 g) in einer großen Schüssel kräftig aufschlagen, bis die Masse deutlich heller wird und sich cremig-luftig anfühlt. Das eingearbeitete Luftpolster hilft, eine feinere Krume zu bekommen und verhindert einen schweren, kompakten Biss. -
Binden und aromatisieren
Die Eier (200 g) nach und nach unterrühren und jeweils so lange arbeiten, bis die Masse wieder glatt und gebunden ist. Zum Schluss das Vanilleextrakt (5 ml) einarbeiten, damit das Aroma rund wirkt und die Fruchtnote unterstützt wird. -
Fruchtmasse einarbeiten
Die pürierten Bio-Orangen (300 g) vollständig unter die Grundmasse rühren, bis keine Streifen mehr zu sehen sind und alles gleichmäßig gefärbt ist. Die Masse darf dabei merklich dickflüssig bleiben; das ist wichtig, damit der Kuchen später saftig wird, ohne klitschig zu wirken. -
Trockene Mischung unterheben
Das gesiebte Weizenmehl (200 g) mit der Gemahlene Mandeln (100 g), dem Backpulver (10 g) und dem Salz (2 g) sehr gründlich vermengen, damit sich alles gleichmäßig verteilt. Diese Mischung portionsweise zur feuchten Masse geben und nur so lange unterheben, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind; zu intensives Rühren baut Struktur auf und macht den Kuchen unnötig fest.
Backen und Fertigstellen
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Backen
Den Teig in die vorbereitete Form füllen und die Oberfläche glattstreichen. Im heißen Ofen backen, bis die Oberfläche gleichmäßig gebräunt ist und ein Holzstäbchen beim Einstechen sauber herauskommt oder nur noch wenige feuchte Krümel zeigt. Wenn die Oberfläche früh stark nachdunkelt, locker abdecken, damit das Innere in Ruhe fertig garen kann. -
Auskühlen
Den Kuchen kurz in der Form ruhen lassen, dann vorsichtig lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Vollständiges Auskühlen stabilisiert die Krume, verhindert ein Zusammenfallen beim Schneiden und macht den Geschmack insgesamt klarer. -
Finish
Vor dem Servieren das Puderzucker (20 g) durch ein feines Sieb gleichmäßig auf die Oberfläche stäuben. Für einen sauberen Anschnitt erst schneiden, wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist und sich beim Anfassen fest anfühlt.
Anmerkung
Unbehandelte Orangen verwenden und vor dem Pürieren sorgfältig entkernen, da Kerne stark bitter schmecken können. Der Teig sollte nach Zugabe der trockenen Zutaten nur kurz gemischt werden, damit die Textur zart bleibt. Der Kuchen lässt sich gut abgedeckt lagern und gewinnt nach dem Durchziehen oft an Aroma.