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Lasagne mit Ragù und Béchamel – saftig aus dem Ofen

Dickliches Ragù und gießfähige Béchamel sind der Schlüssel: So garen die Lasagneplatten weich, die Schichten bleiben saftig und die Stücke lassen sich nach kurzer Ruhezeit sauber schneiden.

Lasagne mit Ragù und Béchamel – saftig aus dem Ofen
KategorieHauptgericht
SchwierigkeitMittel
Portionen6
Gesamtzeit2 h
Vorbereitung35 min
Kochen1 h 10 min
Ruhezeit15 min

Nährwerte

Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.

Kalorien831.4 kcal4988.4 kcal gesamt
Kohlenhydrate55.9 g335.2 g gesamt
Protein43.2 g259.5 g gesamt
Fett48.9 g293.7 g gesamt

Zutatenübersicht

Für 6 Portionen.

Für das Ragù

  • 2 EL Olivenöl extra vergine, zum Anbraten
  • 1 Stück gelbe Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 Stück Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Stück Karotte, fein gewürfelt
  • 1 Stange Staudensellerie, fein gewürfelt
  • 600 g Rinderhackfleisch, nicht zu mager, ideal etwa 15–20 % Fett
  • 2 EL Tomatenmark, für Röstaromen
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose, mit Saft
  • 200 ml Rinderbrühe, kräftig, aber nicht zu salzig
  • 1 TL getrockneter Oregano, zwischen den Fingern zerreiben
  • 1 TL getrockneter Basilikum, oder italienische Kräutermischung

Für Ragù und Béchamel

  • 1 TL feines Meersalz, für die Grundwürze

Für das Ragù

  • 0.5 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Für die Béchamel

  • 60 g Butter, für die Mehlschwitze
  • 60 g Weizenmehl Type 405, gesiebt oder klümpchenfrei eingerührt
  • 750 ml Vollmilch 3,5 % Fett, kalt oder zimmerwarm
  • 1 Prise Muskatnuss, sparsam dosieren; frisch gerieben

Für die Schichten

  • 250 g Lasagneplatten aus Hartweizengrieß ohne Ei, ohne Vorkochen
  • 200 g Mozzarella, abgetropft und grob gezupft
  • 80 g Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung

12 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.

Ragù kochen

01

Gemüsebasis fein anschwitzen

Zutaten: 2 EL Olivenöl extra vergine · 1 Stück gelbe Zwiebel · 1 Stück Karotte · 1 Stange Staudensellerie · 2 Stück Knoblauchzehen

Zwiebel, Karotte und Staudensellerie fein würfeln, die Knoblauchzehen fein hacken. Olivenöl in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel, Karotte und Staudensellerie hineingeben und anschwitzen, bis die Zwiebel glasig wirkt und das Gemüse süßlich duftet. Knoblauch erst zum Schluss einrühren, damit er aromatisch bleibt und nicht dunkel wird.

Notiz: Die Gemüsewürfel sollen weich werden, aber kaum Farbe annehmen. Das bringt eine runde Basis, ohne bittere Röstaromen.

02

Hackfleisch krümelig anbraten

Zutaten: 600 g Rinderhackfleisch

Rinderhackfleisch zum Gemüse geben und die Hitze erhöhen. Mit dem Kochlöffel zerteilen und braten, bis kein rohes Rosa mehr sichtbar ist und sich am Topfboden leichte Bratrückstände bilden. Kurz liegen lassen statt dauernd zu rühren, dann entwickelt das Fleisch mehr Geschmack.

Notiz: Röstaromen sind hier erwünscht. Schwarz werden darf der Bodensatz aber nicht, sonst schmeckt die Sauce später bitter.

03

Tomatenmark rösten und Ragù ansetzen

Zutaten: 2 EL Tomatenmark · 800 g stückige Tomaten aus der Dose · 200 ml Rinderbrühe · 1 TL getrockneter Oregano · 1 TL getrockneter Basilikum · 0.75 TL feines Meersalz · 0,5 TL schwarzer Pfeffer

Tomatenmark unter das angebratene Hackfleisch rühren und kurz mitrösten, bis es dunkler wird und kräftig duftet. Stückige Tomaten, Rinderbrühe, Oregano, Basilikum, Meersalz und schwarzen Pfeffer einrühren. Alles einmal aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren.

Notiz: Das Tomatenmark soll karamellig riechen, aber nicht am Topfboden festbrennen.

04

Ragù dicklich einkochen

Zutaten: 250 g Lasagneplatten aus Hartweizengrieß ohne Ei, ohne Vorkochen

Das Ragù offen leise köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Es ist richtig, wenn es nicht mehr suppig wirkt, aber noch sichtbar saftig ist: Ein Löffel zieht eine Spur, die langsam wieder zusammenläuft. Genau diese Konsistenz hilft, dass die Lasagneplatten weich werden und die Stücke später nicht auseinanderlaufen.

Notiz: Falls die Sauce stark spritzt, den Deckel nur schräg auflegen, damit weiterhin Dampf entweichen kann.

Béchamel rühren

05

Helle Mehlschwitze vorbereiten

Zutaten: 60 g Butter · 60 g Weizenmehl Type 405

Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Weizenmehl einrühren und unter ständigem Rühren anschwitzen, bis die Masse glatt ist, hell bleibt und leicht nussig duftet. Braune Stellen vermeiden, damit die Béchamel fein und mild schmeckt.

Notiz: Die Mehlschwitze ist richtig, wenn sie wie eine weiche Paste wirkt und sich beim Rühren vom Topfboden löst.

06

Milch klümpchenfrei einrühren

Zutaten: 750 ml Vollmilch 3,5 % Fett

Vollmilch nach und nach mit dem Schneebesen in die Mehlschwitze rühren. Erst nur so viel einarbeiten, dass eine glatte, dicke Sauce entsteht, dann die übrige Milch einrühren. Sanft köcheln lassen und dabei rühren, bis die Béchamel cremig vom Löffel läuft.

Notiz: Kleine Klümpchen verschwinden oft, wenn die Sauce noch kurz weitergerührt wird. Bei größeren Klümpchen hilft kräftiges Rühren mit dem Schneebesen.

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07

Béchamel mit Muskat abschmecken

Zutaten: 0.25 TL feines Meersalz · 1 Prise Muskatnuss

Meersalz und Muskatnuss in die Béchamel rühren. Abschmecken: Die Sauce soll mild, aber nicht flach schmecken, weil Nudeln und Käse später Würze aufnehmen. Falls sich eine Haut bildet, die Oberfläche einfach wieder glatt rühren.

Notiz: Muskat sparsam dosieren; zu viel davon überdeckt das Ragù schnell.

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Lasagne schichten und backen

08

Form mit Sauce und Platten starten

Zutaten: 60 g Lasagneplatten aus Hartweizengrieß ohne Ei

Eine dünne Schicht Ragù auf dem Boden der Auflaufform verstreichen, damit die unteren Platten nicht trocken aufliegen. Darauf eine erste Lage Lasagneplatten nebeneinanderlegen und nur bei Bedarf passend brechen. Die Platten sollen sich höchstens leicht überlappen, sonst bleiben dicke Stellen bissfest.

Notiz: Nicht mit trockenen Platten direkt auf der Form beginnen; sie brauchen von Anfang an Saucekontakt.

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09

Saftige Schichten aufbauen

Zutaten: 190 g Lasagneplatten aus Hartweizengrieß ohne Ei

Ragù und Béchamel abwechselnd auf den Platten verteilen und weitere Nudellagen auflegen, bis die vorbereiteten Saucen aufgebraucht sind. Jede Platte soll bedeckt sein, besonders an den Ecken und am Rand. Als Abschluss Béchamel verwenden, damit die Oberfläche cremig bleibt und gleichmäßig bräunt.

Notiz: Für besonders standfeste Stücke lieber gleichmäßig und nicht zu hoch schichten. Zu trockene Ecken werden im Ofen hart.

10

Mit Mozzarella und Parmesan abschließen

Zutaten: 200 g Mozzarella · 80 g Parmesan

Mozzarella gut abtropfen lassen, grob zupfen und locker auf der Béchamelschicht verteilen. Parmesan frisch darüberreiben. Mozzarella bringt saftige Schmelzstellen, Parmesan sorgt für Würze und eine schöne Bräunung. Die Käsefläche nicht festdrücken, damit sie im Ofen appetitlich gratiniert.

Notiz: Gut abgetropfter Mozzarella verhindert zusätzliche Flüssigkeit auf der Oberfläche.

11

Backen, bis Platten und Kruste stimmen

Zutaten: 250 g Lasagneplatten aus Hartweizengrieß ohne Ei, ohne Vorkochen

Die Lasagne auf der mittleren Schiene bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 35 bis 40 Minuten backen, bis die Sauce an den Rändern blubbert, die Oberfläche goldbraun ist und ein Messer ohne harten Widerstand durch die Platten gleitet. Wird der Käse zu schnell dunkel, die Form locker abdecken und weiterbacken.

Notiz: Entscheidend ist der Messertest in der Mitte der Form.

12

Ruhen lassen und sauber portionieren

Die fertige Lasagne aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden ruhen lassen. In dieser Zeit bindet die Füllung, die Béchamel setzt leicht an und die Stücke lassen sich sauberer heben. Direkt aus dem Ofen schmeckt sie zwar großartig, läuft aber deutlich schneller auseinander.

Notiz: Ruhezeit: etwa 15 Minuten. Ein scharfes Messer und ein breiter Pfannenwender helfen beim Portionieren.

Rezeptnotiz

Für eine Auflaufform von etwa 30 × 22 cm. Die Lasagne lässt sich sehr gut vorbereiten: fertig schichten, abdecken und bis zum Backen kalt stellen. Für Spinat-Lasagne die Fleischsauce durch gut ausgedrückten Blattspinat mit Ricotta und etwas Béchamel ersetzen. Für Lachs-Spinat-Lasagne rohen Lachs in Stücke schneiden und mit Spinat und Béchamel schichten; die Füllung soll saftig, aber nicht wässrig sein. Für vegane Lasagne eignen sich Linsen- oder Gemüse-Ragù, Haferdrink-Béchamel und pflanzlicher Reibekäse. Lasagne-Suppe oder Lasagnesuppe ist ein eigenes Gericht: Dafür werden Ragù, Brühe und gebrochene Lasagneplatten im Topf gegart, nicht geschichtet und überbacken.

Eigene Notizen

Häufige Fragen

Warum wird meine Lasagne wässrig?

Meist ist das Ragù zu kurz eingekocht oder der Mozzarella zu feucht. Das Ragù sollte dicklich sein und langsam vom Löffel laufen. Mozzarella vor dem Schichten gut abtropfen lassen, damit keine zusätzliche Flüssigkeit in die Form kommt.

Muss ich Lasagneplatten vorkochen?

Für dieses Lasagne Rezept werden trockene Lasagneplatten ohne Vorkochen verwendet. Wichtig ist, dass jede Platte vollständig von Ragù oder Béchamel bedeckt ist. Freiliegende Ecken trocknen aus und bleiben hart.

Woran erkenne ich, dass die Lasagne wirklich gar ist?

Die Oberfläche soll goldbraun sein, die Sauce an den Rändern blubbern und ein Messer muss in der Mitte ohne harten Widerstand durch die Platten gleiten. Nur nach der Uhr zu gehen ist unsicher, weil Formen und Platten unterschiedlich garen.

Kann ich die Lasagne vorbereiten?

Ja, du kannst die Lasagne mehrere Stunden vorher komplett schichten und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Backen kurz bei Raumtemperatur stehen lassen und bei Bedarf einige Minuten länger backen, bis sie in der Mitte heiß ist.

Wie bewahre ich Reste auf und wie wärme ich sie auf?

Reste halten sich luftdicht verpackt im Kühlschrank etwa drei Tage. Zum Aufwärmen die Portion abdecken und im Ofen erhitzen, bis sie innen heiß ist. In der Mikrowelle geht es schneller, die Käsekruste bleibt dort aber weicher.

Wie wird die Käsekruste goldbraun, ohne zu verbrennen?

Backe die Lasagne zunächst auf der mittleren Schiene. Wenn die Platten noch nicht weich sind, der Käse aber schon dunkel wird, decke die Form locker ab. Für mehr Bräunung am Ende kurz ohne Abdeckung weiterbacken und gut beobachten.

Kann ich daraus eine Gemüse-Lasagne machen?

Ja. Ersetze das Hackfleisch-Ragù durch ein dick eingekochtes Gemüse-Ragù, zum Beispiel mit Zucchini, Aubergine, Karotte und Tomaten. Das Gemüse vorher anbraten, damit es Wasser verliert und die Lasagne nicht suppig wird.

Wie funktioniert eine Spinat-Lasagne oder Lachs-Spinat-Lasagne?

Für Spinat-Lasagne nimm gut ausgedrückten Blattspinat und kombiniere ihn mit Béchamel oder Ricotta, damit die Füllung cremig, aber nicht nass wird. Für Lachs-Spinat-Lasagne rohen Lachs in Stücke schneiden und zwischen Spinat und Béchamel schichten; der Fisch gart im Ofen mit.

Was ist der Unterschied zu Lasagne Suppe oder Lasagnesuppe?

Lasagne wird geschichtet und im Ofen gebacken, damit Platten, Ragù, Béchamel und Käse eine standfeste Form bilden. Lasagnesuppe wird im Topf gekocht, enthält mehr Flüssigkeit und nutzt gebrochene Nudelplatten statt Schichten.

Gedruckt am 09.07.2026https://plany.de/rezept/lasagne-ragu-bechamel/
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