Plany Rezeptdruck
Kartoffel-Auberginen-Auflauf mit Tomatensauce und Käsehaube
Die Gemüseschichten werden einzeln vorbereitet, damit der Auflauf saftig bleibt und sich nach kurzer Ruhezeit sauber portionieren lässt.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 6 Portionen.
Gemüseschichten
- 900 g festkochende Kartoffeln, geschält; sie bleiben nach dem Vorgaren formstabil und bilden die sichtbare, sättigende Schicht
- 700 g Auberginen, in etwa 8 mm dicke Scheiben schneiden, damit sie gleichmäßig bräunen
Gemüseschichten und Sauce
- 45 ml natives Olivenöl extra, aufgeteilt für Auberginen und Tomatensauce
Gewürze
- 11 g feines Meersalz, aufgeteilt für Auberginen, Tomatensauce und Kartoffelschicht
Tomatensauce
- 120 g gelbe Zwiebeln, fein gewürfelt
- 10 g Knoblauchzehen, fein gehackt
- 30 g Tomatenmark, für eine kräftige, nicht wässrige Saucenbasis
- 800 g stückige Tomaten aus der Dose, mit Saft; sie werden offen dick eingekocht
- 2 TL getrockneter Oregano, zwischen den Fingern leicht zerreiben
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver, für sanfte Würze und Farbe
- 5 g Zucker, rundet die Tomatensäure ab
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 10 ml Aceto balsamico, sparsam dosiert, damit die Sauce würzig statt süß-sauer wird
- 15 g Basilikumblätter, grob geschnitten und erst am Ende eingerührt
Käsehaube
- 200 g geriebener Mozzarella, mit mikrobiellem Lab; schmilzt gleichmäßig und bildet eine geschlossene Oberfläche
- 50 g vegetarischer Hartkäse, fein gerieben; sorgt für würzige Bräunung
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Gemüse vorbereiten
Kartoffeln knapp vorgaren
Zutaten: 900 g festkochende Kartoffeln
Die geschälten Kartoffeln in einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und ohne zusätzliches Salz 12 bis 15 Minuten sanft sieden lassen. Sie sollen sich am Rand leicht einstechen lassen, in der Mitte aber Widerstand haben. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden.
Notiz: Nicht weich kochen: Zu weiche Kartoffeln saugen Sauce auf und machen die Schichtung schwerer.
Auberginen im Ofen bräunen
Zutaten: 700 g Auberginen · 30 ml natives Olivenöl extra · 3 g feines Meersalz
Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze oder 200 °C Umluft vorheizen. Auberginenscheiben auf Backblechen verteilen, mit Olivenöl und Meersalz benetzen und 20 bis 25 Minuten rösten, bis goldbraune Stellen sichtbar sind und die Scheiben biegsam wirken.
Notiz: Bei wenig Platz lieber nacheinander rösten; dicht gedrängte Auberginen dämpfen statt zu bräunen.
Tomatensauce dick einkochen
Zwiebeln, Knoblauch und Tomatenmark anschwitzen
Zutaten: 15 ml natives Olivenöl extra · 120 g gelbe Zwiebeln · 10 g Knoblauchzehen · 30 g Tomatenmark
Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen. Knoblauch kurz mitrühren, bis er duftet, dann das Tomatenmark zugeben und anrösten, bis es dunkler wird und am Topfboden leicht haftet. Diese kurze Röstphase nimmt der Sauce Rohgeschmack und gibt Tiefe.
Notiz: Knoblauch nicht dunkel werden lassen; verbrannter Knoblauch macht die ganze Sauce bitter.
Tomatensauce offen reduzieren
Zutaten: 800 g stückige Tomaten aus der Dose · 2 TL getrockneter Oregano · 1 TL edelsüßes Paprikapulver · 5 g Zucker · 5 g feines Meersalz · 1/2 TL schwarzer Pfeffer · 10 ml Aceto balsamico
Stückige Tomaten, Oregano, Paprikapulver, Zucker, Meersalz, Pfeffer und Aceto balsamico zugeben und 20 bis 25 Minuten offen köcheln lassen. Regelmäßig umrühren. Fertig ist die Sauce, wenn sie langsam vom Löffel fällt und beim Rühren kurz eine Spur im Topf bleibt.
Notiz: Der Deckel bleibt weg: Nur so verdampft genug Flüssigkeit für einen schnittfesten Auberginen-Kartoffel-Auflauf.
Basilikum erst zum Schluss einrühren
Zutaten: 15 g Basilikumblätter
Den Topf vom Herd ziehen und das Basilikum unter die eingekochte Tomatensauce rühren. Die Restwärme reicht aus, damit das Kraut duftet, ohne grau zu werden. Falls die Sauce jetzt noch frei fließt, lieber noch einmal kurz offen erhitzen, bevor sie in die Form kommt.
Notiz: Frisches Basilikum verliert bei langem Kochen schnell Aroma und Farbe.
Schichten, backen und ruhen lassen
Kartoffeln als tragende Schicht in die Form legen
Zutaten: 3 g feines Meersalz
Die vorgegarten Kartoffeln in Scheiben schneiden und den Boden der Auflaufform dicht damit auslegen. Die Scheiben dürfen sich leicht überlappen, sollen aber nicht zu einem kompakten Block gedrückt werden. Mit Meersalz würzen, damit die sichtbare Kartoffelschicht nicht flach schmeckt.
Notiz: Eine dichte Kartoffelbasis nimmt etwas Sauce auf, bleibt aber durch das knappe Vorgaren klar als Schicht erkennbar.
Auberginen und Tomatensauce sauber schichten
Zutaten: 900 g festkochende Kartoffeln, geschält; sie bleiben nach dem Vorgaren formstabil und bilden die sichtbare, sättigende Schicht · 700 g Auberginen, in etwa 8 mm dicke Scheiben schneiden, damit sie gleichmäßig bräunen · 800 g stückige Tomaten aus der Dose, mit Saft; sie werden offen dick eingekocht
Eine etwa 24 × 30 cm große Auflaufform verwenden. Auf die Kartoffeln eine Lage Tomatensauce streichen, geröstete Auberginen auflegen und wieder Sauce darübergeben. Locker weiterschichten, bis alle vorbereiteten Komponenten verbraucht sind; oben mit Sauce abschließen.
Notiz: Nicht drücken: Locker geschichtete Scheiben halten nach der Ruhezeit besser zusammen als fest zusammengedrückte Lagen.
Käsehaube aufstreuen
Zutaten: 200 g geriebener Mozzarella · 50 g vegetarischer Hartkäse
Geriebenen Mozzarella und vegetarischen Hartkäse mischen und gleichmäßig über die Oberfläche streuen. Der Mozzarella sorgt für Schmelz, der Hartkäse für würzige Bräunung. Die Ränder dürfen leicht frei bleiben, damit dort Sauce sichtbar blubbert und du den Garzustand gut prüfen kannst.
Notiz: Eine gleichmäßige, nicht zu dick gepresste Käsehaube bräunt schöner als große Käsehäufchen.
Auflauf goldbraun backen
Zutaten: 900 g festkochende Kartoffeln, geschält; sie bleiben nach dem Vorgaren formstabil und bilden die sichtbare, sättigende Schicht
Den Auflauf bei 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft 30 bis 35 Minuten backen. Er ist fertig, wenn die Sauce am Rand blubbert, die Kartoffeln weich sind und die Käsehaube goldbraune Stellen zeigt.
Notiz: Die Garprobe an den Kartoffeln ist wichtiger als die Farbe allein, weil sie die längste Garzeit im Auflauf bestimmen.
Vor dem Portionieren ruhen lassen
Zutaten: 45 ml natives Olivenöl extra, aufgeteilt für Auberginen und Tomatensauce · 800 g stückige Tomaten aus der Dose, mit Saft; sie werden offen dick eingekocht
Die Form aus dem Ofen nehmen und den Auflauf offen ruhen lassen. In dieser Zeit bindet die Tomatensauce nach, der Käse setzt sich und die Schichten rutschen beim Schneiden weniger auseinander. Servieren, sobald die Oberfläche nicht mehr kochend heiß blubbert und die Stücke sauber aus der Form gehoben werden können.
Notiz: Die Ruhezeit ist kein Extra, sondern der Trick für stabile Portionen ohne wässrige Teller.
Rezeptnotiz
Der Auflauf passt in eine mittlere rechteckige Auflaufform. Wichtig ist, dass Kartoffeln, Auberginen und Sauce vor dem Schichten jeweils nicht mehr nass wirken; genau das macht die Portionen später stabil.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Welche Kartoffeln eignen sich am besten für Kartoffel-Auberginen-Auflauf?
Festkochende Kartoffeln sind ideal, weil sie nach dem Vorgaren in Scheiben stabil bleiben. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen schneller und machen die Schichten eher breiig.
Muss ich die Auberginen vorher salzen und entwässern?
Für diesen Auflauf ist Rösten wichtiger als langes Entwässern. Die Auberginen verlieren im heißen Ofen Feuchtigkeit, bekommen Röstaromen und werden später nicht schwammig.
Warum wird mein Auberginen-Kartoffel-Auflauf wässrig?
Meist sind zu feuchte Komponenten die Ursache: Kartoffeln nicht vorgegart, Auberginen nicht gebräunt oder Tomatensauce zu dünn. Hier werden alle drei Punkte bewusst kontrolliert.
Kann ich den Auflauf vorbereiten?
Ja, Kartoffeln, Auberginen und Tomatensauce lassen sich vorbereiten und später frisch schichten. Komplett geschichtet sollte der Auflauf nicht zu lange stehen, damit die Kartoffeln nicht unnötig Sauce ziehen.
Wie bewahre ich Reste auf und wie wärme ich sie auf?
Reste abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und im Ofen wieder erhitzen. So bleibt die Käsehaube angenehmer als in der Mikrowelle, wo sie schneller weich wird.
Kann ich den Käse ersetzen?
Für eine mildere Käsehaube passt junger Gouda statt Hartkäse. Wer es kräftiger mag, nimmt mehr würzigen vegetarischen Hartkäse; wichtig ist nur, dass der Käse gut schmilzt oder fein gerieben ist.