Bärlauchöl selber machen

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Leuchtend grün und frisch im Aroma

Dieses Bärlauchöl schmeckt intensiv würzig und bleibt durch kurzes Blanchieren besonders grün. Es eignet sich als Finish für warme Gerichte und als aromatische Basis für Dressings und Dips. Die Zubereitung ist unkompliziert und gelingt auch ohne Vorkenntnisse. Gekühlt gelagert oder portionsweise eingefroren bleibt das Aroma lange erhalten.

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Zutaten

Grundzutaten

Anleitung

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Vorbereitung

  1. Säubern und Trocknen

    Das frische Grün sorgfältig verlesen, welke Stellen entfernen und anschließend unter fließendem, kaltem Strahl gründlich reinigen. Danach das gereinigte Bärlauch (50 g) sehr gut abtropfen lassen und mit einer Schleuder oder zwischen sauberen Tüchern so trocken wie möglich machen; je weniger Restfeuchte, desto klarer wird das Ergebnis und desto besser hält es.
    Sorgfältiges Trocknen ist der wichtigste Schritt für Geschmack und Lagerfähigkeit.
  2. Basis und Utensilien bereitstellen

    Die Basis Rapsöl (250 ml) bereitstellen und bis zur Verarbeitung kühl und lichtgeschützt halten. Ein hohes Mixgefäß, ein Sieb oder Tuch sowie eine saubere Flasche vorbereiten, damit später zügig gearbeitet werden kann und keine Fremdaromen ins Ergebnis gelangen.
    Alles sollte sauber und vollständig trocken sein.

Blanchieren und Abschrecken

  1. Heißes Bad ansetzen

    Einen Topf mit Wasser (1000 ml) erhitzen, bis es stark sprudelt, dann Salz (10 g) einrühren, bis sich alles gelöst hat. Das kräftige Bad sorgt dafür, dass das Grün schnell behandelt wird und die Farbe stabiler bleibt.
    Das Bad sollte deutlich sprudeln, bevor das Grün hinein kommt.
  2. Kaltes Bad vorbereiten

    Parallel eine große Schüssel mit Eiswürfel (500 g) füllen und mit Wasser (500 ml) ergänzen, bis ein sehr kaltes Bad entsteht. Das spätere Abschrecken stoppt die Hitze sofort und hilft, das leuchtende Grün zu bewahren.
    Ein sehr kaltes Bad verhindert Nachgaren und Nachdunkeln.
  3. Kurz blanchieren

    Das vorbereitete Bärlauch (50 g) in das sprudelnde Bad geben und mit einer Zange oder einem Löffel kurz bewegen, damit alles gleichmäßig Kontakt hat. Herausheben, sobald die Struktur zusammenfällt und die Farbe deutlich leuchtet; so bleibt das Aroma frisch und nicht zu streng.
    Nur kurz behandeln, damit Geschmack und Farbe erhalten bleiben.
  4. Abschrecken und gründlich trocknen

    Das heiße Bärlauch (50 g) sofort in das kalte Bad geben, kurz durchschwenken und dann sehr gründlich abtropfen lassen. Anschließend das abgeschreckte Bärlauch (50 g) zwischen Küchentüchern ausdrücken und vollständig trocknen; Restfeuchte kann das Ergebnis trüben und die Lagerfähigkeit verkürzen.
    Nach dem Trocknen sollte sich das Grün nicht mehr feucht anfühlen.

Mixen, Filtern und Abfüllen

  1. Fein mixen

    Das vollständig trockene Bärlauch (50 g) in ein hohes Gefäß geben und mit Rapsöl (250 ml) bedecken. Mit einem Stabmixer in kurzen Impulsen fein zerkleinern und zwischendurch Gefäß und Inhalt schwenken, bis eine gleichmäßig grüne Flüssigkeit ohne grobe Stücke entsteht.
    Kurze Impulse verhindern unnötige Erwärmung und schützen das Aroma.
  2. Schonend passieren

    Die Mischung aus Bärlauch (50 g) und Rapsöl (250 ml) durch ein feinmaschiges Sieb oder ein sauberes Tuch ablaufen lassen, ohne stark zu pressen. Für ein besonders klares Ergebnis die Flüssigkeit durch frisches Tuch nochmals passieren und dabei geduldig abtropfen lassen.
    Pressen macht das Ergebnis kräftiger, aber auch deutlich trüber.
  3. Sauber abfüllen und lagern

    Das gefilterte Ergebnis aus Bärlauch (50 g) und Rapsöl (250 ml) in eine saubere Flasche füllen und den Rand sorgfältig reinigen, damit nichts am Verschluss klebt. Kühl und dunkel lagern; bei Bedarf portionsweise einfrieren, damit Farbe und Aroma länger erhalten bleiben.
    Zum Entnehmen stets sauberes Besteck verwenden.

Bärlauchöl selber machen

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00:00:00

Zutaten

  • 50 g Bärlauch
  • 250 ml Rapsöl
  • 1500 ml Wasser
  • 10 g Salz
  • 500 g Eiswürfel

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    Anmerkung

    Für bestes Ergebnis das Grün nach dem Abschrecken wirklich trocken bekommen, damit die Flüssigkeit klar bleibt. Gekühlt lagern und sauber entnehmen; bei auffälligem Geruch oder sichtbaren Veränderungen entsorgen. Für längere Aufbewahrung portionsweise einfrieren und nur benötigte Mengen auftauen. Wer es milder mag, kann die Basis mit einer neutraleren Sorte wählen, ohne das Verfahren zu ändern.

    Schlagwörter: Bärlauchöl, Kräuteröl, Bärlauch konservieren, Bärlauchöl selber machen, grünes Öl
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    Für ein besonders klares Ergebnis die gefilterte Flüssigkeit kurz ruhen lassen, dann vorsichtig abgießen und den Bodensatz zurücklassen. Wird kräftiger Geschmack bevorzugt, kann nach dem Mixen nur grob passiert werden; dann ist das Ergebnis eher cremig und sollte schneller verbraucht werden. Wenn ein sehr intensiver Duft gewünscht ist, die Basis vorab kühl stellen und beim Mixen darauf achten, dass die Masse nicht warm wird. Die zurückbleibenden Fasern können in einer Kräuterbutter oder in einem Teig weiterverwendet werden, sofern sie sofort gekühlt werden.

    Häufig gestellte Fragen

    Alle ausklappen:

    Warum wird das Grün blanchiert und sofort abgeschreckt?

    Das stabilisiert die Farbe, rundet die Schärfe ab und reduziert unerwünschte Mikroorganismen; das schnelle Abkühlen stoppt die Hitze, damit Aroma und Farbe erhalten bleiben.

    Wie lange ist das Ergebnis haltbar?

    Gekühlt und sauber abgefüllt bleibt es mehrere Tage aromatisch; für längere Lagerung eignet sich Einfrieren in kleinen Portionen. Bei ungewohntem Geruch, Gasbildung oder sichtbaren Veränderungen sollte es entsorgt werden.

    Kann eine andere Basis verwendet werden?

    Ja, möglich sind auch Sonnenblumenöl oder ein mildes Olivenöl. Je neutraler die Basis, desto stärker steht das Aroma im Vordergrund.

    Muss unbedingt fein gefiltert werden?

    Feines Filtern sorgt für klare Optik und bessere Stabilität. Grobes Filtern oder ungefilterte Variante liefert mehr Kräuteranteil, wirkt aber trüber und sollte schneller verbraucht werden.

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